Krimi-Heimat-Boulevard-Komödie feiert Premiere in der Rastatt

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Jedem einzelnen Darsteller schien die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein.

Nachrodt-Wiblingwerde - Schade, die Premiere war nicht gerade gut besucht. Zog man Helfer und engste Verwandte ab, waren es gerade einmal 30 Zuschauer, die in die Rastatt gekommen waren. Aber die, die da waren, erlebten einen lustigen Abend, der gespickt war mit jeder Menge Liebe zum Detail.

Dass das Amateur-Theater in Altena parallel spielte, war ein Argument, warum es nicht voller war. Aber im vergangenen Jahr war es das gute Wetter und davor ein Fußball-Länderspiel. Aber warum Entschuldigungen suchen? Die waren gar nicht nötig, denn die Schauspieler müssen sich keinesfalls hinter ihren Leistungen verstecken – im Gegenteil.

Ebenso wie die Zuschauerzahl ist zwar auch das Ensemble geschrumpft. Aber die, die auf der Bühne standen, waren mit Leib und Seele dabei und verliehen der Wirtschafts-Krimi-Heimat-Boulevard-Komödie, wie sie ihr Stück „Erwischt! Oder: Im Schwarzen Rössel am Golfballsee“ selbst kategorisierten, einen ganz eigenen Charme. Jedem einzelnen schien die Rolle auf den Leib geschrieben zu sein.

Das „Schwarze Rössel“ war ein kleines und Dank der dürftigen Geschäftstüchtigkeit der Inhaber mächtig heruntergekommenes Gasthaus, direkt am Golfballsee. Wenn man Gäste hätte, so könnte man diese allerdings mit frischen und wohlschmeckenden Erzeugnissen aus der hauseigenen Pferdemetzgerei verwöhnen.

Den ausbleibenden Zustrom an Gästen führte „Rösselwirt“ Leopold Postmüller allerdings nicht auf die erschreckende Unfähigkeit seines Personals zurück, sondern sah sie in den Aktivitäten eines lokalen „Indianerclubs“. Doch dann kündigten sich Gäste an – Amerikaner.

Das Stück ist noch am Mittwoch, Samstag und Sonntag in der Rastatt zu sehen. Beginn ist jeweils um 20 Uhr, die Karten kosten 8 Euro.

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