Jugendliche kommen zu Wort

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„Mitmachen, statt meckern“, heißt es auf den Plakaten zur Zukunftswerkstatt. ▪

NACHRODT ▪ Was kann die Gemeinde Jugendlichen bieten? Was wünschen sich die jungen Leute überhaupt? Und ist das finanziell noch machbar? Diese Fragen tauchen wahrscheinlich am Mittwoch, 13. Februar, ab 18 Uhr im kleinen Saal der Rastatt auf. Dann sind junge Nachrodt-Wiblingwerder zwischen zehn und 18 Jahren zur Zukunftswerkstatt eingeladen.

Sie sollen darüber diskutieren, was ihnen in der Doppelgemeinde fehlt und was man eventuell verbessern könnte. Die Kostenfrage soll sich dabei nicht gleich stellen, aber im Hinterkopf könnte sie zum Beispiel bei der weiter drohenden Schließung des Gartenhallenbades doch stehen.

Die Zukunftswerkstatt findet auf die Initiative von Aykut Aggül (17) statt. Er hatte im vergangenen Jahr den Antrag gestellt, in Nachrodt-Wiblingwerde ein Jugendparlament einzurichten. Nach Rücksprache mit dem Kreisjugendamt kam die Verwaltung allerdings zu der Auffassung, dass dies für die Gemeinde zu überdimensioniert wäre. So orientierte sich der Rat am Herscheider Modell der Zukunftswerkstatt.

Vier Fragen wurden den jungen Nachrodtern – Schüler der Haupt- und Sekundarschule, Besuchern des Jugendzentrums und Mitgliedern zahlreicher Vereine – im Vorfeld gestellt. Diese können am Mittwoch an vier Tischen in der Rastatt beantwortet werden. „Dafür geben wir den Jugendlichen ganz viel Zeit. Es soll keiner zu irgendwas gezwungen werden“, betont Renate Richwien, Leiterin des Jugendzentrums.

Die Themen der Jugendlichen sollen in ungezwungener Atmosphäre angesprochen werden. „Wir haben auch einen DJ engagiert. Der macht die Musik mal leiser, mal lauter“, hofft Richwien auf entspannte Jugendliche und verspricht viele kleine Pausen. Ein paar Erwachsene werden das Geschehen natürlich verfolgen. „Aber wir sehen uns da eher in der Rolle des Beobachters. Je weniger Erwachsene dabei sind, desto größer ist die Chance, dass sich die Jugendlichen trauen, etwas zu sagen“, glaubt Richwien.

Natürlich kommen auch Mitarbeiter der Verwaltung, damit manche Fragen vielleicht direkt beantwortet werden können.

Los geht es am Mittwoch, 13. Februar, um 18 Uhr. Dann hat die Jugend das Wort. ▪ David Schröder

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