Zukunft des Amtshauses ungewiss / Neubau käme offenbar teuer

Rat will noch nicht entscheiden

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Bei einer Sitzungsunterbrechung hatten die Fraktionen Gelegenheit zur internen Beratung.

Nachrodt-Wiblingwerde – Etwas überraschend landete das Thema Amtshaus auf der Tagesordnung des öffentlichen Teils der Ratssitzung. Einen Beschluss gab es dennoch nicht, wohl aber Zahlen, die manchen überraschten.

 Die Beratung zur Immobilie war ursprünglich für den nicht öffentlichen Teil der Sitzung vorgesehen, weil es um Liegenschaften (Grundstücke) der Gemeinde geht.

Peter Herbel (CDU) stellte jedoch einen Antrag zur Änderung der Tagesordnung, um das Thema im öffentlichen Teil der Sitzung zu sehen. Die Beratung wurde unterbrochen, damit sich die Fraktionen über ihr Abstimmungsverhalten einigen konnten. Ergebnis: Bei zwei Gegenstimmen gelangte so die Zukunft des Amtshauses in den öffentlichen Teil. In der Beratungsvorlage war die Rede von vier Möglichkeiten:

Sanierung des Amtshauses, ggf. Entkernen bis auf die Fassade oder gar Abriss . Nutzung des Standortes Rastatt für einen Neubau. Hier, so die Bürgermeisterin, laufe derzeit aber die „aktive Suche“ nach einem neuen Pächter.

Erwerb von zwei Grundstücken aus privater Hand.

Errichtung eines Neubaus auf dem Gelände des Märkischen Platzes.

 Michael Schlieck (CDU) sprach von „horrenden Zahlen“ für einen Neubau und nannte die Summe von fünf Millionen Euro. Angesichts der Tragweite müsse innovativer gedacht werden und auch kommunale Zusammenarbeit wieder mehr ins Visier genommen werden. Auf jeden Fall gelte es, zunächst mehr Informationen zu sammeln.

„Ganz schlecht“ nannte Fraktionskollege Peter Herbel die Lösung Märkischer Platz. Auf jeden Fall müsse erst festgestellt werden, ob das Amtshaus sanierungsfähig ist. Sonja Hammerschmidt (UWG) machte auf ein möglich Dilemma aufmerksam: Falle die Entscheidung für einen Neubau, werde die Gemeinde wohl auf der alten, denkmalgeschützten Immobilie sitzen bleiben.

 Für die SPD sagte Gerd Schröder, er sei überrascht gewesen, eine solche Vorlage überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Das Ganze sei auch mit dem Standort Rastatt verquickt und eine „Insellösung“ jetzt nicht ratsam. Die SPD wolle nicht abstimmen.

So lautete auch die Meinung der CDU: „Wir sehen doch, dass wir noch nichts wissen.“ In der für März vorgesehenen Sitzung des Rates könnte das Thema nun erneut auf der Tagesordnung stehen.

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