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Zugriff um 6 Uhr: Zeugen schildern Ablauf von großer Drogenrazzia im MK

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Polizei hat bei ihrer Razzia in Nachrodt, Iserlohn, Dortmund und Hagen-Hohenlimburg unter anderem konsumfertige Amphetamine sichergestellt. (Symbolfoto)
Die Polizei hat bei ihrer Razzia in Nachrodt, Iserlohn, Dortmund und Hagen-Hohenlimburg unter anderem konsumfertige Amphetamine sichergestellt. (Symbolfoto) © Kreispolizeibehörde Unna

Um 6 Uhr in der Früh stürmte am Donnerstag ein Sondereinsatzkommando Wohnungen am Nachrodter Feld. Mit dabei waren Mitarbeiter des Ordnungsamtes. Sie berichten, wie die Drogenrazzia ablief.

Nachrodt-Wiblingwerde – Zeitgleich mit den Wohnungen in Nachrodt wurden in einer konzertierten Aktion auch Objekte in Iserlohn, Dortmund und Hagen-Hohenlimburg durchsucht. Der Verdacht: unerlaubtes Handeln mit Betäubungsmitteln. Neun Personen, darunter auch Nachrodter, im Alter zwischen 25 und 35 Jahren wurden vorläufig festgenommen, allerdings später wieder auf freien Fuß gesetzt.

Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, Mark Wille und Herbert Schmidt waren als neutrale Zeugen vor Ort, als das zuständige Kommissariat der Kreispolizeibehörde im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens in Nachrodt tätig wurde.

Treffen der Ordnungsamtsmitarbeiter war bereits um halb 5 im Amtshaus. „Doch wir waren nicht unmittelbar beim Einsatz dabei“, so Sebastian Putz. Erst als das SEK, das mit zwei Autos angerückt war, seinen Job erledigt hatte und die Männer festgenommen waren, begleitete Sebastian Putz mit seinen Kollegen die Wohnungsdurchsuchungen.

Gefunden wurden in den vier Städten insgesamt ein Kilo Amphetamine, mehrere Hanfpflanzen und eine fünfstellige Bargeldsumme. Zu Amphetaminen gehört zum Beispiel Ecstasy und Crystal Meth. Erwerb, Besitz, Handel und Herstellung sind laut Betäubungsmittelgesetz in Deutschland verboten. Eine Gartenlaube in Iserlohn diente übrigens als Depot.

Der SEK-Einsatz hat nicht für viel Aufsehen in Nachrodt gesorgt. Zu früher Morgenstunde haben augenscheinlich nur wenige Menschen den Zugriff miterlebt. „Eine Person hat im Hausflur geguckt, gefragt, ob alles in Ordnung ist, und ist dann wieder zurück in die Wohnung“, sagt Sebastian Putz, der solche Einsätze auch nicht alle Tage in der Doppelgemeinde miterlebt.

Dass die neun Verdächtigen nach der Vernehmung entlassen wurden, erklärt Staatsanwalt Jörn Kleimann aus der Pressestelle der Hagener Staatsanwaltschaft mit fehlenden Haftgründen. Jetzt ginge es zunächst einmal darum, die Ermittlungsmaßnahmen zu protokollieren, die Vernehmungen zusammenzufassen und ein Zwischenfazit zu ziehen.

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