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Zu wenige Konserven: Mehrere Blutspender trotzdem nach Hause geschickt

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Blutspendebeauftragte Marina Schröder mit Annegret Schmidt (r.), die für ihre 75. Spende geehrt wurde.
Blutspendebeauftragte Marina Schröder mit Annegret Schmidt (r.), die für ihre 75. Spende geehrt wurde. © Susanne Fischer-Bolz

Die einen wollen und dürfen nicht. Die anderen könnten und kommen nicht. Gleich acht Blutspender wurden in Nachrodt vom Arzt wieder nach Hause geschickt.

Nachrodt-Wiblingwerde – 74 durften in der Grundschule an der Ehrenmalstraße spenden. So wirklich zufrieden mit der Anzahl war weder das Team vom DRK-Blutspendedienst West um Michael Maschmeier noch die Helferinnen Marina Schröder, Annette Heumann, Petra Fischer und Bärbel Kreft. Sie alle suchten nach Erklärungen. Denn die Vorräte an Blutkonserven sind merklich dezimiert.

„Ich vermute, die Leute freuen sich über ihre wiedergewonnene Freiheit und genießen das schöne Wetter“, sagt Michael Maschmeier. An den Räumlichkeiten läge es sicher nicht. Aber vielleicht an dem fehlenden gemütlichen Beisammensein. „Je ländlicher wir unterwegs sind, umso wichtiger wird dies den Menschen“, erzählt Michael Maschmeier.

Im Moment gibt es für die Blutspender noch die Care-Pakete als Dankeschön und kein Buffet, das vor der Pandemie im Anschluss an die Blutspende immer zum Miteinander und besonders zum Plaudern einlud. Zurzeit durchlaufen die Blutspender das Prozedere von der Anmeldung bis zur Ruhephase und ziehen wieder von dannen. Das Schwierige in der Grundschule: Es wird auch zukünftig dort einfach an Platz mangeln.

Übrigens: 22 Blutspender kamen ohne Termin, was grundsätzlich kein Problem ist. Um aber lange Wartezeiten zu vermeiden, wird eine Anmeldung – zum Beispiel über die Blutspende-App – empfohlen.

Von den 74 Spendern waren zwei zum ersten Mal dabei. Annegret Schmidt bekam eine Urkunde für ihre 75. Spende. Die Jubilarehrungen finden nicht am Tag der eigentlichen Spende, sondern beim darauffolgenden Termin statt. So werden beim nächsten Mal Holger Haßler für seine 50. und Torsten Pühl für seine 75. Blutspende geehrt.

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