Interview mit Ronny Sachse

Ein Konzert und der Blick hinter die Kulissen

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Zoff spielte in der Lennehalle vor 800 Leuten.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es war eine sensationelle Party, die der Kulturschock mit der Band Zoff in der Lennehalle auf die Beine gestellt hat. Fast 800 Leute feierten einen grandiosen Abend, wenn auch die Akustik gern etwas besser hätte sein können. Und hinter den Kulissen? 

Das AK sprach mit Ronny Sachse, Vorsitzender des Kulturschocks.

Ihr habt sehr, sehr viel Arbeit in die Vorbereitung und Durchführung des Konzertes gesteckt. Die Helfer sind bestimmt am Stock gegangen, oder???

Ronny Sachse: Die Planungen liefen ja bereits seit Februar. Es gibt so viele Sachen, die beachtet und erledigt werden müssen, da verliert man schon mal den Überblick. Bevor es den Kultur-Schock gab, bin ich zu Veranstaltungen gegangen habe mich hingesetzt, mir die Show angeschaut, Spaß gehabt und bin nach Hause gegangen. Heute schau ich mir alles ganz genau an…Technik, Bewirtung etc. Wie machen es die anderen und was können wir davon übernehmen, um uns vielleicht auch die Arbeit zu erleichtern. 

Die letzte Woche vor der Veranstaltung war aber besonders stressig. Wann kommen die Techniker, die Handwerker, wann wird angeliefert, wer kann alles mithelfen, sind alle Sicherheitsauflagen erfüllt? Für das Konzert haben wir extra einen neuen Bestuhlungsplan erstellt und eine Nutzungsänderung für die Lennehalle beim Kreis beantragt. Ohne genehmigten Plan, keine Veranstaltung. Wir haben Blut und Wasser geschwitzt, denn der genehmigte Plan lag erst am Donnerstag vor. 

"Bei so einer Veranstaltung muss man möglichst viele Leute mobilisieren"

Kulturschock-Vorsitzender Ronny Sachse (rechts) erzählt über die Vorarbeiten und Hintergründe des Zoff-Konzertes. (Archiv)

Ich danke unserer Gemeinde, die uns bei allen wieder bestens unterstützt hat. Am Freitag ging es dann ans Eingemachte. Dann hieß es schleppen, schleppen und nochmal schleppen. Unsere ganze Ausstattung musste in die Lennehalle gebracht werden. Der Thekenbereich wurde aufgebaut, angeschlossen und eingerichtet. Die Bühne musste aufgebaut werden, was sich aufgrund der veralteten Bühnenelemente wieder mal als nicht ganz einfach erwies. Das alles kostet Kraft und natürlich Zeit. Viele von uns kommen ja direkt von der Arbeit zum Aufbauen. 

Von unseren Mitgliedern bringt eigentlich jeder noch jemanden zum Helfen mit: Sei es Familie, Freunde oder Bekannte. Bei so einer Veranstaltung muss man möglichst viele Leute mobilisieren. Das ist uns glücklicherweise gelungen.

Vom Bierzapfen eine Blase am Finger

Am Samstag folgte dann der nächste Kraftakt. Wenn man vom Bier zapfen eine Blase am Finger bekommt und drei Fässer in 20 Minuten durchzieht, dann weiß man, was man getan hat. Und nach der Show alles wieder abbauen und im LKW verstauen. Sonntag standen dann wieder die meisten auf der Matte zum Aufräumen allerdings waren sieben von meinen Leuten so kaputt und erschöpft, dass sie sich abmelden mussten. Wir haben ja nicht nur junge Leute im Verein. 

Jeder hat wieder sein Bestes gegeben und sich nach Kräften eingesetzt. Dafür danke ich auch allen meinen Mitgliedern vielmals und natürlich auch allen anderen Helferinnen und Helfern, Sponsoren und Unterstützern. 

Die Technik hat sehr viel Geld gekostet, dennoch war die Akustik nicht gerade sensationell. Woran liegt das? 

Ronny Sachse: Der Spruch: Viel hilft auch viel, der trifft schon auf die Lennehalle zu. Je mehr Technik wir dort auffahren, desto besser wird die Akustik. Wir haben einen mittleren vierstelligen Betrag in die Technik investiert, fast dreimal so viel wie sonst. Allerdings hat das auch seine Grenzen. 

Fast 800 Leute feierten in der Lennehalle.

Jede Show hat andere Ansprüche, aber man möchte natürlich immer verstehen, was der sagt, der auf der Bühne steht. Bei einem Konzert in der Lennehalle, da ist der Schwierigkeitsgrad für die Techniker sicher am Anschlag. Viel Schall haben auch die große Bühne, der Thekenbereich und natürlich fast 800 Leute geschluckt, aber insbesondere die Deckenkonstruktion macht uns immer wieder zu schaffen. Wenn es eine Möglichkeit gäbe, die Decke zum Beispiel mit Stoffbahnen abzuhängen, würde das sicherlich die Akustik stark verbessern. 

Leider ist das viel zu aufwendig und daher nicht zu finanzieren. Da müsste man eine dauerhafte Lösung für die Lennehalle finden. Ich glaube aber, dass das aufgrund der Haushaltslage der Gemeinde in nächster Zeit nicht zur Debatte steht. 

Das nächste Highlight ist eine Travestieshow. Worauf dürfen sich die Gäste denn dann freuen? 

Ronny Sachse: Der Kultur-Schock macht keine lange Pause. Allerdings verzichten wir auf unsere DJ Party im Januar, auch weil die letzte nicht ganz so gut besucht war. Wir haben uns für eine Travestieshow entschieden – am 20. Januar ab 19 Uhr. Die Karten kosten im Vorverkauf 17 Euro und an der Abendkasse 21 Euro. 

Die Gäste erwartet eine stimmungsvolle, unterhaltsame und niveauvolle Show für Jung und Alt. Livegesang mit Danielle Thompson und ihrer Showpartnerin Lavinia Laaks. Comedy, Tanz, Federn und Strass in Hülle und Fülle und natürlich auch jede Menge kleine Bösartigkeiten. Also Vorsicht in der ersten Reihe. 

Neben einem großen Konzert in der Lennehalle mit Zoff probiert der Kultur-Schock mit einer Travestieshow gleich noch einmal etwas ganz Neues aus und hofft natürlich auf richtig viele Zuschauerinnen und Zuschauer.

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