In der Doppelgemeinde ist Wohneigentum beliebt

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NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die am Freitag veröffentlichten Zahlen des Zensus 2011 bringen es an den Tag: In Deutschland leben rund 1,5 Millionen Menschen (1,8 Prozent) weniger als bislang angenommen. Nicht ganz so groß ist der Unterschied zwischen angenommener und tatsächlicher Bevölkerungszahl in Nachrodt-Wiblingwerde.

Hier lebten am Stichtag vor ziemlich genau zwei Jahren 6724 Menschen und damit 35 (0,5 Prozent) weniger als die offizielle Statistik auswies.

Die erste Volkszählung seit 1987 gibt Auskunft über Alter und Familienstand, Staats- und Religionszugehörigkeit der hier lebenden Menschen, aber auch über die vorhandenen Gebäude und Wohnungen. So ist zum Beispiel jetzt bekannt, dass die 30- bis 49-Jährigen in Nachrodt-Wiblingwerde mit 28,5 Prozent die größte von fünf Altersgruppen stellen. 51,1 Prozent der Einwohner Nachrodt-Wiblingwerdes sind verheiratet; mit 7,6 Prozent ist der Anteil der Verwitweten etwas höher als der der Geschiedenen (5,3 Prozent).

Der Ausländeranteil ist in Nachrodt-Wiblingwerde mit 8,5 Prozent niedriger als im Märkischen Kreis (10 Prozent) und im Land Nordrhein-Westfalen (9,2 Prozent), aber höher als in Gesamt-Deutschland (7,7 Prozent).

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Das Ergebnis der Volkszählung gibt auch Auskunft darüber, wie die Menschen wohnen. 1685 Wohngebäude mit insgesamt 3163 Wohnungen zählten die Statistiker in der Doppelgemeinde. Die meisten davon sind freistehende Häuser mit einer bis drei Wohnungen (1066). Allerdings bevorzugen die Menschen in Nachrodt-Wiblingwerde das klassische Einfamilienhaus, denn in 950 Gebäuden befindet sich nur eine Wohnung. Außerdem befinden sich 1342 Wohngebäude im Besitz von Privatpersonen. 48,4 Prozent der Wohnungen in Nachrodt-Wiblingwerde nutzen die Eigentümer selbst; damit liegt die Gemeinde im Märkischen Kreis auf Rang sechs. Zugleich hat sie mit 5,7 Prozent die dritthöchste Leerstandsquote nach Altena (10,5 Prozent) und Werdohl (7,8 Prozent).

484 (28,7 Prozent) der Wohngebäude ist in den Jahren zwischen 1950 und 1969 errichtet worden, weitere 457 (27,1 Prozent) zwischen 1970 und 1989. Danach ist die Bautätigkeit in der Doppelgemeinde etwas zurückgegangen. Nach 1990 sind nur noch 348 Gebäude (20,7 Prozent) neu errichtet worden, davon 120 zwischen 1996 und 2000. Und auch über die Art der Heizungen in Wohngebäuden gibt die Statistik Auskunft: Mit 85,4 Prozent wird die weitaus überwiegende Zahl der Wohnungen in Nachrodt-Wiblingwerde über eine Zentralheizung erwärmt. Auf Kreis-, Landes- und Bundesebene ist das bei 79,1 Prozent der Wohnungen der Fall. ▪ Volker Griese

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