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Die Skeptiker sind längst verstummt

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Sekundarschule Jubiläum Aula
Mit einem großen Fest feierte die Sekundarschule ihr zehnjähriges Bestehen. © Machelett, Lydia

Die kritischen Stimmen waren damals laut. Ob das klappt? Die Kinder lernen doch nichts. Wie soll das funktionieren? Heute, zehn Jahre später, sind die Kritiker verstummt. Die Sekundarschule ist ein Erfolg – und was für einer.

Nachrodt-Wiblingwerde - Gudrun Reinecke-Bartelt, kommissarische Leiterin der Sekundarschule, kann sich noch gut an die Anfänge erinnern: „Damals waren wir acht Lehrer. Alles war neu und aufregend. Heute sind es mehr als 40 Kollegen.“ Das zehnjährige Bestehen wurde im Rahmen eines großen Schulfestes am Samstag gefeiert. Für viele ein Anlass zum Innehalten. „Die ersten Schüler haben inzwischen ihr Abitur, sind in der Ausbildung oder im Beruf“, berichtete Gudrun Reinecke-Bartelt. Der Grundgedanke der Sekundarschule, dass jedes Kind seinen bestmöglichen Abschluss absolviert, wird nach wie vor mit Leben gefüllt. Die individuellen Stärken der Schüler stärken und die Schwächen schwächen sei das oberste Ziel. „Eine weitere Besonderheit ist unsere Vielfalt. Bei uns ist jedes Kind willkommen. Wir denken hier nicht in festen oder starren Strukturen“, erklärt die kommissarische Leiterin.

Inzwischen kommen auch Schüler aus Nachbarstädten

Bei den Eltern komme das System gut an. Inzwischen besuchten schon viele Geschwisterkinder die Schule. „Das ist ja auch ein Vertrauensbeweis“, sagt Gudrun Reinecke-Bartelt. Auch kommen die Schüler längst nicht mehr nur aus der Gemeinde und Altena. Etliche Schüler kommen auch aus den angrenzenden Städten und entscheiden sich ganz bewusst aufgrund der besonderen Schulform für diesen Standort. „Die Schule ist auch nicht so riesig. Hier lernen Kinder in einer vertrauensvollen und familiären Atmosphäre. Hier kennt jeder jeden“, betont die Schulleiterin.

Gute digitale Ausstattung, aber schlechtes Wlan

Die große Herausforderung für die Zukunft liege in der weiteren Digitalisierung. Zwar sei die Schule schon überdurchschnittlich ausgestattet – beispielsweise mit einem Beamer und einer Kamera in jeder Klasse – dennoch müsse beispielsweise das Wlan in den Schulgebäuden verbessert werden.

Schulfest zum Thema Nachhaltigkeit

Für die Schüler war es das erste Fest seit Beginn der Pandemie. Stolz präsentierten sie nicht nur „ihre“ Schule, sondern auch die Ergebnisse der Projektwoche. So konnten sich die Besucher beispielsweise über das Thema Nachhaltigkeit informieren und lernten, warum man Handys besser fachgerecht entsorgt oder vielleicht sogar eher gebrauchte kauft. Andere präsentierten ihre Nistkästen, die sie gebaut hatten oder informierten über Babysitter-, Sporthelfer- und Erste-Hilfe-Kurse. Nahezu hinter jeder Klassentür gab es für die Besucher etwas zu entdecken. So bunt wie die Schülerschaft war auch das kulinarische Angebot. Von alkoholfreien Cocktails, die die Schüler mixten, über ausländische Spezialitäten und Torten bis hin zu Leckereien vom Grill war alles dabei.

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