Weniger Fälle im Jahr 2018

Kriminalstatistik: Zahl der Straftaten sinkt kräftig

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Die Rastatt ist Geschichte. Trotzdem brachen Vandalen ein und beschädigen das ehemaligen Gasthaus schwer.

Nachrodt-Wiblingwerde - Kein Raubüberfall auf der Straße. "Nur" fünf statt wie im Vorjahr 12 Wohnungseinbrüche. 23 Polizeieinsätze wegen Körperverletzung - im Jahr zuvor waren es noch 29. Die Krimininalitätsstatistik des Jahres 2018 spricht für die Doppelgemeinde eine deutliche Sprache. Es gibt erfreulicherweise weniger Fälle.  

Kompliment an die Polizei: Ihre Aufklärungsquote liegt über dem Landesdurchschnitt. Mehr als jeder zweite angezeigte Fall wurde aufgeklärt. Die Zahl der Straftaten in Nachrodt-Wiblingwerde hat im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr (2017) um 39,8 Prozent abgenommen. Die Polizei – zuständig ist vor Ort die Wache in Altena – registrierte insgesamt 143 Delikte. Ein Jahr zuvor waren es noch 238.

Alles durchwühlt, vieles mutwillig zerstört. Die Rastatt bekam ungebetenen Besuch.

Die Aufklärungsquote in der kleinsten Gemeinde des Kreises lag bei 52,5 Prozent, das sind rein statisch gesehen aber 4,6 Prozent weniger, als noch vor Jahresfrist. Beim Blick auf die Fallzahlen (siehe eingeblockte Grafik) für den Märkischen Kreis und alle Städte und Gemeinden kommt Nachrodt-Wiblingwerde sehr gut weg. Das unterstrichen bei der Vorstellung der aktuellen Daten auch Kreis-Polizeichef Michael Kuchenbecker und der Leiter der Direktion Kriminalität, Manfred Kurzawe. Konnten beide am Mittwoch noch keine 2018-Detailzahlen für Nachrodt-Wiblingwerde nennen, Personalmangel und PC-Resourcen fehlten, arbeitete die gestern Erste Polizeihauptkommissarin Elke Heinrichs auf.

Eine Vergewaltigung

Sexualdelitke: Die Zahl ging von fünf auf vier zurück. Jeder zweite Fall wurde geklärt. Eine Vergewaltigung wurde angezeigt und auch aufgeklärt. 23 Mal wurde die Polizei zu Körperverletzungs-Delikten gerufen. 96 Prozent davon wurden aufgeklärt.  38 Diebstähle wurde der Wache angezeigt – das sind zwar 34,5 Prozent (also 20 Fälle weniger als im Vorjahr), allerdings konnte davon nur jeder siebte Fall auch geklärt werden (15,8 Prozent).

Möbel zerschlagen, Fenster eingeworfen.

Fünf Einbruchsdiebstähle beschäftigen Kripo und Polizei im vergangenen Jahr. Das waren sieben weniger als 2017. Aufgeklärt wurde jeder fünfte Fall (20 Prozent). 31 Fälle von Sachbeschädigung ging die Polizei nach. Das waren zehn weniger als im Jahr zuvor. Aufgeklärt werden konnte etwas mehr als jeder fünfte Vorfall (22.6 Prozent). Rauschgiftmissbrauch hat in Nachrodt offenbar keine Chance - drei Fälle wurden aktenkundig – alle drei auch aufgeklärt.

PC-Kriminalität

Acht Mal versuchten Täter am Computer abzukassieren. 87,8 Prozent dieser Fälle wurden aufgeklärt. 37 Vorfälle von Straßenkriminalität beschäftigen die Ordnungshüter. Das sind zwei weniger als vor Jahresfrist. Mehr als jeder sechste Fall (16.2 Prozent) wurde davon aufgeklärt.

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