Tabea Esch in das Amt der Pfarrerin für Hohenlimburg und Veserde eingeführt

Das Singteam Wiblingwerde trug zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes bei.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Gleich zwei Gemeinden stehen hinter Pfarrerin Dr. Tabea Esch. Die Presbyterien sowohl der Wiblingwerder als auch der Hohenlimburger Gemeinde hatten beim evangelischen Kirchenkreis Iserlohn hartnäckig um die Geistliche gekämpft.

Seit Freitag ist sie offiziell im Dienst. Zur Einführung waren viele Gemeindemitglieder aus Wiblingwerde nach Hohenlimburg gereist.

Ein langer Applaus ertönte, als die Ernennungsurkunde verlesen war und Dr. Tabea Esch ihrem Dienst zugestimmt hatte. Die Hohenlimburgerin hatte sich in ihren beiden Dienstgemeinden mit ihrer herzlichen, offenen Art und theologischem Sachverstand schnell beliebt machen können. ,,Übern Berg” hatten das die Wiblingwerder schon verfolgt, als Dr. Tabea Esch im Jahr 2008 ihr Vikariat bei Dr. Thorsten Jakobi begonnen hatte. Als er die erste pfarramtliche Verbindung zwischen beiden Gemeinden übernahm, waren schließlich viele Berührungspunkte mit der Nachbargemeinde geschaffen worden. Dr. Tabea Esch war also keine Unbekannte, als sie sich nach der beruflichen Umorientierung ihres Mentors und Vorgängers im Amt in Wiblingwerde vorstellte.

Jakobi hatte es sich nicht nehmen lassen, zur Amtseinführung seiner geschätzten Kollegin 300 Kilometer anzureisen. Auch er reihte sich ein, als die Mitglieder der beiden Kirchengemeinden ihrer neuen Pfarrerin Segenswünsche am Altar überbrachten.

Leicht werde der Spagat zwischen zwei Gemeinden nicht sein, vermutete Superintendentin Martina Espelöer in ihrer Einführungsansprache. Auch die 75 Prozent-Stelle sei eine Herausforderung sowohl für die Gläubigen als auch für die Pfarrerin. ,,Bewahren Sie sich Freiheit, damit ihr Blick weit schweifen kann”, gab Martina Espelöer ihrer Kollegin mit auf den Weg.

Dr. Tabea Esch ist sich der Kontraste bewusst, wie aus ihrer Predigt deutlich herauszuhören war. ,,Ich will dem, was hier lange Zeit gewachsen und entstanden ist, mit Ehrfurcht, Wachsamkeit und Aufmerksamkeit begegnen.”

Die frisch eingeführte Pfarrerin machte sich und ihren Gemeinden Mut mit ihrer erfrischenden Predigt und lud all ihre Zuhörer im Anschluss an den Gottesdienst zum Empfang ins Gemeindehaus, wo Grußworte und Glückwünsche überbracht wurden. Eines kam aus der Ferne: Erbprinz Maximilian aus dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg, unter dessen Patronat die Hohenlimburger Kirche steht, gratulierte schriftlich.

Dr. Tabea Esch, die mit ihrem Mann Jan-Christoph und Sohn Anton in Hohenlimburg lebt, bringt einen reichen Erfahrungsschatz mit: Nach dem Studium in Marburg und Münster promovierte sie am Lehrstuhl Kirchengeschichte. Vikariat, Elternzeit und der zweiten Theologischen Prüfung folgte eine Anstellung im Entsendungsdienst in den Kirchengemeinden Rahmede und Lüdenscheid, sowie im Hospizdienst des Amalie-Sieveking-Hauses. ,,Sie kennen sich aus mit den ,Orten dazwischen’” merkte Martina Espelöer an. Auch deshalb scheint Dr. Tabea Esch zum Pendeln zwischen Hohenlimburg und Wiblingwerde prädestiniert.

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