Workshop zum Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept

„Planerischen Nektar saugen“

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Welche Wünsche haben die Nachrodter für ihre Gemeinde, wie könnten sie umgesetzt und verwirklicht werden? Beim jüngsten Workshop wurden zahlreiche Ideen behandelt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Der Startpunkt in einen Prozess, der im Planungsdeutsch als „Integriertes kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) bezeichnet wird, wurde in Nachrodt-Wiblingwerde bereits am 13. März in der Rastatt gesetzt. Danach konnten sich die Bürger auf einer Online-Plattform mit ihren Ideen einbringen. Jetzt stand im katholischen Vereinsheim an der Hagener Straße eine erste Konzeptwerkstatt für das Tal auf dem Programm, zu der rund 20 Teilnehmer gekommen waren.

 Hierzu hatte das Büro Plan-Lokal aus Dortmund eingeladen. Ziel eines Entwicklungskonzepts ist es, die städtebauliche Entwicklung innerhalb der Gemeinde in einem Zeitraum von bis zu 20 Jahren maßgeblich zu gestalten und hierfür die nötigen Gelder einzusammeln. Da das Land gezielt und vor allem sinnvoll die ländlichen Räume fördern will, ist eine intensive Bürgerbeteiligung („Wir wollen die zukünftigen Herausforderungen nicht im stillen Kämmerlein diskutieren“) für den Erfolg des Projekts genauso wichtig, wie das Setzen von Schwerpunkten.

In diesem Sinne stellte Stadtplaner Thomas Scholle insgesamt drei Schlagworte vor, in denen sich die übergeordneten Themen wiederfinden: Dies waren Zuhause sein, Gestalten und Erleben. Dahinter verbergen sich 18 Vorhaben, die sich über alle Ortsteile erstrecken. Zudem machte Thomas Scholle deutlich, dass im Zuge der Regionale 2013 (Stichwort: Lenneschiene) in den acht Kommunen entlang der Lenne bereits viel passiert sei. Nun gelte es das „Integrierte kommunale Entwicklungskonzept“ mit der Lenneschiene zu verbinden und sie sozusagen in eine Version 2.0 weiterzuentwickeln.

„Jetzt haben wir 54 Fragen an Sie und viel Spannendes zu diskutieren, aus dem wir den planerischen Nektar saugen können“, so der Diplom-Ingenieur. Doch bevor es in die aktive Mitarbeit gehen sollte, erläuterte Stadtplanerin Miryam Blobel die verschiedenen Unternehmungen, die sie in acht Themenblöcke zusammenfasste. Neben dem Bereich „Jung & Alt“ wurden noch die Punkte „Wohnen“ (Was soll mit den Gebäuden aus den 1950er bis 1970er-Jahren passieren?) „Verkehr & Mobilität“, „Einzelhandel“, „Ortsbild & Freiraum“, „Digitales Dorf“, „Dorfgemeinschaft & Leben“ und „Freizeit & Gastronomie“ behandelt. Zudem stellten die Planer heraus, dass es in Nachrodt-Wiblingwerde im Grunde „drei Mitten“ gebe: Neben der Lenneterrasse als touristisches Zentrum seien dies der Märkische Platz als historischer Ortskern und der zentrale Einkaufsbereich an der Altenaer Straße. In der sich anschließenden Arbeitsphase sollte es darum gehen, die einzelnen, auf Stellwänden dargestellten, Projekte zu kommentieren.

Dabei kristallisierte sich heraus, dass die Modernisierung der Lennehalle ebenso der Stärkung der Gemeinschaft dienen soll, wie die Umgestaltung der Alten Schule in Veserde – und der Erhalt der Rastatt. Eine weitere Idee aus dem Bereich „Wohnen“ betraf die Aufwertung der Werkssiedlung Langenstück durch einen kleinen Wochenmarkt oder ein Straßenfest. Am Ende der Veranstaltung bedankte sich Thomas Scholle für eine spannende Diskussion: „Wir haben viele Denkanstöße mitnehmen können“. Eine zweite Ideenwerkstatt hat gestern in Wiblingwerde stattgefunden. Zudem soll das abschließende Maßnahmenkonzept im Oktober oder November in einem Abschlussforum vorgestellt und diskutiert werden.

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