Wohnungen stehen länger leer

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Die Gemeinnützige Baugenossenschaft Nachrodt-Wibingwerde zog am Dienstag die Jahresbilanz 2010 (von links): Vorstandsmitglied Renate Rump, Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Peter Joergens und Vorstandsmitglied Johannes Eikmann ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die 386 Mitglieder der Gemeinnützigen Baugenossenschaft Nachrodt-Wiblingwerde erhalten in diesem Jahr eine Dividende von 4 Prozent. Das erfuhren sie während ihrer Versammlung am Dienstagabend in der Gaststätte Zur Rastatt, als Aufsichtsrat und Vorstand den Jahresabschluss für das Jahr 2010 vorlegten.

Für das Geschäftsjahr 2010 konnte die Genossenschaft einen Bilanzgewinn von 35 555 Euro ausweisen. Damit hat sie fast punktgenau das Ergebnis des Vorjahres (35 150 Euro) erreicht. Aufgrund dieses Bilanzgewinns kann den Mitgliedern auf ihren Genossenschaftsanteil von derzeit 615 Euro eine vierprozentige Dividende ausgezahlt werden. Die Versammlung genehmigte den bereits vom Aufsichtsrat beschlossenen Jahresabschlusssowie den Bericht des Aufsichtsrates. Vom Bilanzgewinn werden 19 808 Euro an Dividende ausgeschüttet, der Restbetrag in Höhe von 15 747 Euro wird den anderen Ergebnisrücklagen zugeführt.

Die Genossenschaft bewirtschaftete im vergangenen Jahr sowohl öffentlich geförderte, als auch frei finanzierte Wohnungen. Der Bestand umfasste am Jahresende 55 Häuser mit insgesamt 324 Wohnungen, 76 Garagen, 22 Einstellplätzen und einem Büro. Durch den Verkauf zweier Doppelhäuser an der Hagener Straße reduzierte sich der Bestand von 57 auf 55 Häuser. Dadurch reduzierte sich auch der Wohnungsbestand um acht Wohnungen, und durch Zusammenlegung von Wohnungen bei anderen Liegenschaften um weitere zwei Wohnungen.

Allerdings bereiten der Baugenossenschaft auch Wohnungsleerstände und eine Mieterfluktuation einige Sorgen. So standen im vergangenen Jahr aufgrund von Vermietungsschwierigkeiten 29 Wohnungen länger als drei Monate leer, was einer Quote von rund neun Prozent entspricht. Im Jahr davor hatte die Quote acht Prozent betragen. Der Mieterwechsel lag bei 19,2 Prozent und ist gegenüber 18,2 Prozent im Vorjahr auch leicht gestiegen. Es waren also rund 63 Mieterwechsel zu verzeichnen.

Rund 461 000 Euro hat die Baugenossenschaft im vergangenen Jahr für Pflege und Modernisierung des Wohnungsbestandes ausgegeben. Besondere Schwerpunkte waren Aufwendungen für die Instandsetzung und Modernisierung des Wohnungsbestandes sowie für die Zusammenlegung von Wohnungen. Hier sieht die Genossenschaft auch in nächsten Jahren eine vordringliche Aufgabe, wobei auch Wärmedämmmaßnahmen an Gebäuden weiterhin auf dem Programm stehen werden. So wird zum Beispiel in diesem Jahr das Haus Hans-Böckler-Straße 1 mit einem Wärmedämmverbundsystem ausgestattet. Zum 31. Dezember betrug die durchschnittliche Monatskaltmiete in den genossenschaftlichen Immobilien übrigens 3,97 Euro pro Quadratmeter. Sie ist damit gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 9 Cent gestiegen.

Der Aufsichtsrat der Baugenossenschaft besteht weiterhin aus sechs Mitgliedern. Turnusmäßig schieden Günter Alex, Otto Rudolph und Hans-Peter Joergens aus. Günter Alex und Hans-Peter Joergens wurden für weitere drei Jahre wiedergewählt. Für Otto Rudolph, der aus Altersgründen endgültig ausschied, wählte die Versammlung am Dienstagabend Heinz Herrmann für drei Jahre ins Amt.

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