Endlich verkauft: Das wird aus der Immobilie an der Hagener Straße

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Die Deckenuntersuchung im Haus an der Hagener Straße 96 brachte kein gutes Ergebnis.

Nachrodt-Wiblingwerde –Die Gemeinde hat das Gebäude an der Hagener Straße 96 verkauft. Das hat schon eine bewegte Geschichte.

„Wir hatten mehrere Interessenten, später haben zwei ein Angebot abgegeben“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding, der den Verkaufspreis allerdings nicht verraten möchte. Im Internet wurde die Immobilie für 115 000 Euro angeboten. Aus dem Gebäude an der Hagener Straße 96 wird ein Zwei-Familien-Haus.

Die Erleichterung ist groß, denn bereits 2010 hatte die Gemeinde vergeblich versucht, das Haus zu verkaufen. Jetzt geht es in private Hände, was von den Mitgliedern des Rates abgesegnet wurde. 

Start als Kleinkinderschule

Eine bewegte Geschichte hat „die Hagener 96“, wie das Gebäude genannt wird, hinter sich. Erbaut 1893, war es zunächst eine Kleinkinderschule der Phönix AG. 

Ab 1899 wurden dort auch Gottesdienste der neu gegründeten evangelischen Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld durchgeführt. Später war dort der Awo-Kindergarten untergebracht. Auch, als dieser umzog, blieb das Gebäude immer eng mit der Awo verbunden, die dort Zusammenkünfte anbot. 

Treffpunkt für viele Vereine

Die Gemeinde kaufte das Haus Ende der 1980er Jahre und machte „die Hagener 96“ zu einem Haus für alle Fälle: Der Brückenkindergarten fand dort eine Unterkunft, Sitzungen fanden statt, der Sozialverband traf sich, Flüchtlinge waren in einer WG untergebracht, die Laienschauspieler vom Brettken probten und hatten auch ihr Bühnen-Equipment im Obergeschoss verstaut. Zudem hatte die freie evangelische Kirche Versammlungen, die Räume wurden zudem als Wahllokal genutzt.

Doch dann kam ein Problem zum nächsten: Wasser war durch eine undichte Waschmaschine von der ersten Etage nach unten gedrungen. Bei Untersuchungen entdeckte man nicht nur Feuchtigkeit, sondern auch Probleme mit dem Beton, der nur auf „Obstkisten-Hölzern“ lag. 

Haus mit vielen Mängeln

Das Gebäude war nicht mehr nutzbar.Alle mussten raus. Allein die Deckensanierung sollte 150 000 Euro kosten. Über das Schicksal des Gebäudes wurde während einer Immobilien-Tour entschieden, die die Kommunalpolitiker 2019 unternahmen. 

Gute Bausubstanz wurde der „Hagener 96“ zwar beschieden, aber die Kosten für eine Sanierung, die schlechte Lage und fehlende Parkplätze waren letztlich entscheidend für einen erneuten Verkauf-Versuch, der diesmal klappte.

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