Sternsinger im Nieselregen

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In der Kirche St. Josef erzählten die Sternsinger von ihrer Aktion.

Nachrodt-Wiblingwerde – Unter dem Motto „Wir gehören zusammen - in Peru und weltweit“ waren am vergangenen Wochenende die Sternsinger aus der Pfarrgemeinde St. Josef in Nachrodt und Wiblingwerde unterwegs.

 Am Samstag hatten die Sternsinger, insgesamt 25 Kinder, bereits in Wiblingwerde die Botschaft des Dreikönigssingens von Haus zu Haus getragen und den Segensspruch Christi entweder mit Kreide oder einem Aufkleber an den Türen angebracht. „Ihr habt euch ja schlechtes Wetter ausgesucht“, war eine Bemerkung, die während der zweitägigen Aktion nicht nur einmal fiel.

Auch Pfarrer Ulrich Schmalenbach wies während des gestrigen Gottesdienstes in Nachrodt darauf hin, dass das Spendensammeln „bei dem Wetter eine besondere Herausforderung“ darstelle. Darüber hinaus ging er in seiner Predigt auf den tieferen Sinn des Dreikönigssingens ein: „Wir gehören zusammen bedeutet nämlich auch, dass nicht nur die Mannschaft auf dem Fußballplatz ein Ziel gemeinsam erreichen kann.“ I

n der biblischen Erzählung von der Heilung eines Gelähmten aus dem Markusevangelium seien es vier Menschen gewesen, die einen Kranken zu Jesus gebracht hätten. Auch sie seien nur gemeinsam zum Ziel gelangt. Die Spenden aus der Aktion sind in diesem Jahr für Kinder mit Behinderung bestimmt, von denen nach Angaben des Bistums Essen rund 165 Millionen, zumeist in großer Armut, in Entwicklungs- und Schwellenländern leben. Hinzu komme, dass die Mehrheit der Kinder keine Schule besuche und von ihren Eltern zumeist als Last empfunden werde.

Um diesen Kindern zu helfen, sind am Wochenende auch Leon (9), Lea (8) und Emily (8), in Kostümen und mit Stern und Spendendose ausgestattet, durch die Straßen gezogen. Los ging es bereits am Samstagvormittag. „Einige Familien haben wir sicherlich aus dem Bett geklingelt“, so Svenja Lüno, die die oben genannten Kinder an diesem Tag betreute. In der Mittagszeit kamen alle Dreikönigssänger in der Grundschule Wiblingwerde zusammen, um eine Pause einzulegen. Für die nötige Verpflegung hatte Gisela Gundermann gesorgt. Neben Nudeln mit Bolognese-Soße auch noch einen Vanille- oder Schokoladenpudding zum Nachtisch. Nachdem sich alle gestärkt, aufgewärmt und wieder die Kostüme angelegt hatten, setzten die „Waisen aus dem Morgenland“ ihre Reise fort, um den Segen Christi an weitere Familien zu überbringen.

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