Trotz Klagen

Windräder in Veserde: Baustart steht kurz bevor

Drei Windräder gibt es bereits in Veserde. Und drei sollen es auch bleiben.
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Drei Windräder gibt es bereits in Veserde. Zwei weitere sollen nun gebaut werden.

Die Investoren rund um das Projekt Naturstrom Veserde haben alle Hände voll zu tun. Denn für sie ist klar: In ein paar Tagen beginnt der Bau der Windräder in Veserde.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Die Bauplanung steht, und alle Kaufverträge sind unterschrieben“, freut sich Investor Jörg Kohberg. Gemeinsam mit einigen Mitstreitern traf er sich nun in Veserde, um sich noch einmal vor Ort einen genauen Überblick zu verschaffen. „Durch Corona sind unsere regelmäßigen Treffen derzeit unmöglich. Das meiste läuft übers Internet. Ein paar Dinge muss man jedoch einfach auch vor Ort klären“, erzählt Investor Rainer Goeken.

Die Investoren Rainer Goeken, Jörg Kohberg, Irmtraud Spelsberg, Heiko Cordt und Ulrich Vorgel.

Insgesamt sind 23 Investoren – die meisten davon aus Nachrodt-Wiblingwerde – an dem Windrad-Projekt beteiligt. Für sie war die Änderung des Investitionsbeschleunigungsgesetzes, das den Baustart der beiden weiteren Windräder trotz laufenden Rechtsstreits möglich macht, ein frühes Weihnachtsgeschenk. „Wir sind uns sicher, dass wir jetzt bauen können“, betont Ulrich Vogel. Seit den Weihnachtstagen informiert ein großes Banner im Wald über die Bauvorhaben.

Bau der Windräder in Veserde: Aufträge vergeben

„Los geht es mit dem Wegebau und den Fundamenten. Das geht, wenn kein Schnee liegt und der Frost nicht zu tief in der Erde ist“, erklärt Investor Rainer Goeken. Die einzelnen Aufträge seien bereits vergeben, die Auftragnehmer hätten die Vorplanungen schon abgeschlossen. „Von uns aus kann es im Januar losgehen“, sagt Vogel. Gebaut werden sollen zwei Windräder mit einer Höhe von jeweils 149,90 Meter. Sie werden Strom liefern für rund 3000 Haushalte.

Bei dem Treffen auf dem gut frequentierten kleinen Parkplatz wird eines deutlich: Das Gros der Spaziergänger und Wanderer begrüßt die Investition in Windkraft. „Irgendwo müssen die Windräder ja stehen. Wir können ja nicht alle die Energiewende fordern, aber dann den Bau blockieren“, betont eine Spaziergängerin aus Hohenlimburg.

Bau der Windräder in Veserde: Gemeinde Nachrodt wartet ab

Natürlich sehen das nicht alle so. Aus Hohenlimburg und in der Nachrodter Kommunalpolitik gibt es seit Jahren Gegenwind. Mit neun zu sechs Stimmen beschloss der Rat in geheimer Abstimmung gegen die Empfehlung der Verwaltung, gegen den Bau der Windräder zu klagen. Auch die Stadt Hagen klagt. „Das Verfahren läuft noch. Wir wissen aktuell noch nicht, wie sich die Gesetzesänderung auf den Baubeginn auswirkt“, erklärt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

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