Neuer Anlauf auf Vorrangzone für Windkraft

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Nachrodt-Wiblingwerde - Die Gemeinde unternimmt einen neuen Versuch, westlich von Veserde eine Vorrangzone für die Errichtung von Windkraftanlagen auszuweisen. Im ersten Anlauf war sie im vergangenen Jahr gescheitert, weil die Zone zu nah an die Wohnbebauung im benachbarten Hohenlimburg heranreichte.

Diesen Fehler hat das mit der Planung beauftragte Büro nun behoben. Der Abstand zu Hohenlimburg wurde auf 700 Meter vergrößert. Er ist damit genauso groß wie der zur Wohnbebauung von Veserde. Der Abstand zu den einzelnen Wohngebäuden von Hinterveserde, Telegraph und Todtenhelle ist zwischen 500 und 550 Meter groß.

„Das Planungsbüro hat das ganze Gemeindegebiet noch einmal untersucht. Es bleibt aber im Endeffekt bei dieser Fläche“, erklärte Bürgermeisterin Birgit Tupat, dass es zu dem Areal bei Veserde praktisch keine Alternative gebe. Die Planer haben auch untersucht, welche Auswirkungen weitere Windkraftanlagen auf die Bevölkerung, die Umwelt und das Landschaftsbild haben würden. Ihr Fazit: FürMenschen und Umwelt gebe es zwar gewisse Beeinträchtigungen, die seien aber nicht allzu groß.

Erheblich sei dagegen die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, weshalb das auch bei der planerischen Abwägung besonders zu beachten sei. Wie sich die geplanten Windräder in der Umgebung von Veserde optisch machen, soll eine Visualisierung in der Sitzung des Planungs- und Bauausschusses am Montag, 2. Februar, ab 17 Uhr im Schlosshotel Holzrichter zeigen.

In dieser öffentlichen Sitzung werden sich die Politiker eingehend mit der Vorrangzone befassen und anschließend eine Beschlussempfehlung für den Rat aussprechen. Dabei müssen sie sich auch mit den Einwendungen und Stellungnahmen und Bürgern und Behörden auseinandersetzen. Alleine diese umfassen mehr als 50 Seiten. Vor und nach der Sitzung können Einwohner der Gemeinde Fragen stellen.  - Volker Griese

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