Windkraft: Immer wieder Anfragen von Investoren

Die Politiker der Doppelgemeinde werden sich bald wieder mit dem Thema Windkraft befassen müssen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der Rat der Gemeinde wird sich demnächst wohl wieder mit der Frage auseinandersetzen müssen, wo die Errichtung von Windkraftanlagen ermöglicht werden soll. Zwar gibt es Konzentrationszone bei Veserde, doch dürfen hier nur Anlagen bis 100 Meter Höhe errichtet werden.

Jürgen Röll, Leiter des Fachbereichs Planen/Bauen im Amtshaus, berichtete dem Rat in seiner letzten Sitzung vom Interesse eines Investors aus Altena, der auf dem Gebiet der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde eine Windkraftanlage errichten möchte. Theoretisch könnte te die Gemeinde ihn nun auf die einzige im Flächennutzungsplan ausgewiesene Vorrangzone an der Kreisstraße 24 bei Veserde verweisen. Aus Sicht von Jürgen Röll sind die dafür geltenden Festsetzungen aber nicht mehr zeitgemäß. „Der Standard für Windkraftanlagen liegt heute bei einer Höhe von 140 Metern“, erklärte er im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Und eben solch große Windräder dürfen bisher in der Vorrangzone nicht aufgestellt werden. Nach dem in diesem Sommer verabschiedeten Windenergieerlass der Landesregierung ist allerdings die pauschale Höhenbeschränkung auf 100 Meter nicht mehr zulässig. Außerdem muss die Gemeinde zukünftig ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Nutzung von Windkraft vorlegen.

Die Politiker der Doppelgemeinde, die in Sachen Windkraftnutzung bisher eher zurückhaltend agiert haben, werden sich also in naher Zukunft wieder mit dem Thema befassen müssen, zumal das Interesse von Investoren zunimmt. „Wir haben immer wieder Anfragen“, berichtete Jürgen Röll aus der täglichen Praxis. Dass das Interesse, auch in Nachrodt-Wiblingwerde größere Windkraftanlagen zu errichten, in Zukunft weiter wachsen wird, hält er für nicht ausgeschlossen. „Nach Fukushima hat ja ganz offensichtlich ein Umdenken eingesetzt“, erklärte der Planungsexperte mit Blick auf die wachsende Nachfrage nach Ökostrom. ▪ vg

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