UWG will Bürgersolaranlage auf Lennehalle initiieren

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Auf dem Dach der Lennehalle soll eine Bürgersolaranlage entstehen. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Es rührt sich etwas in der Doppelgemeinde: Die UWG will kurzfristig, nach intensiven Recherchen und Vorgesprächen mit Fachleuten eine Bürgersolaranlage ins Leben rufen - zunächst auf dem Dach der Lennehalle.

Schon für den Planungs- und Bauausschuss am Dienstag haben die Unabhängigen darum gebeten, die Angelegenheit als Tagesordnungspunkt aufzunehmen, „mit möglichem Beschluss“ für die anstehende Ratssitzung. Die anderen Fraktion seien durch Fraktionssprecher Johannes Illerhaus über das Vorhaben informiert worden, man hofft auf ein gemeinsames Projekt. Die UWG, welche „seit Monaten intern geplant“ habe, so Vorsitzende Sonja Hammerschmidt, verweist auch positiven Erfahrungen in anderen Städten. Dort gebe es für die Beteiligung an Bürgersolaranlagen teilweise sogar Wartelisten.

In einer umfassenden Pressemitteilung der UWG schreibt Hammerschmidt, dass die ersten Vorprüfungen bezüglich der Eignung der Dächer von Lennehalle, Turnhalle und Gartenbad mit positivem Ergebnis abgeschlossen worden seien. Die UWG Nachrodt-Wiblingwerde möchte nun die nächsten erforderlichen Schritte einleiten, um noch in diesem Jahr eine Bürgersolaranlage mit einer Leistung von 30 KW auf dem Dach der Lennehalle zu errichten. Dazu benötige man natürlich das Einverständnis der Gemeinde, um die Dachfläche nutzen zu können. Der Märkische Kreis stelle seine Dachflächen für die Nutzung von Bürgersolaranlagen zum Beispiel kostenlos für solche Projekte zur Verfügung.

Der Gemeinde sei neben dem Antrag ein Blanko-Entwurf eines Gestattungsvertrages zur Verfügung gestellt worden. Dieser sei - entsprechend angepasst - bei einer Anlage auf der Kreuzkapelle in Letmathe-Stübbeken und auf dem Schulgebäude Hansaallee in Iserlohn- geschlossen worden. Vertragspartner für die Gemeinde würde dann die geplante „Sonnenstrom Lennehalle GbR“, die gegebenenfalls kurzfristig gegründet würde.

„Gesellschafter kann jeder interessierte Bürger werden. Gemeindemitglieder würden aber sicherlich den Vorrang erhalten und Großinvestoren sollen nicht zugelassen werden“, heißt es in der Mitteilung der UWG. Wie Sonja Hammerschmidt im Gespräch erläuterte, denke man dabei an 500 Euro-Anteile. Die Investition würde sich eben durch die Einspeisevergütung nach gut zehn Jahren rentieren. Der Unterhaltungsaufwand sei sehr gering. Und sie verwies darauf, dass der Bürger so saubere Energie fördern könne.

Bei der UWG kann man sich natürlich vorstellen, dass weitere Bürgersolaranlagen nicht ausgeschlossen seien, wenn die Initiative Erfolg habe. „Sollte am Dienstag positiv beschlossen werden, will die UWG eine öffentliche Informationsveranstaltung ins Leben rufen. Der UWG steht beim Planungs-und Bauausschuss am Dienstag auch Physiklehrer Rüdiger Hiltawsky zur Verfügung, der bereits diverse Bürgersolaranlagen im Raum Iserlohn erbaut hat. Irritationen gibt es, weil das Vorhaben nicht-öffentlich verhandelt werden soll. Aus der Verwaltung hieß es, das sei wegen des Vertragsentwurfes der vorliege, nicht-öffentlich.

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