Jäger warnt vor mehr Wildschäden

„Wildschweine haben Schmacht“: Futtersuche in Wiesen und Feldern

Wildschwein
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Die Wildschweine haben Hunger. Sie zieht‘s in Felder und Wiesen.

Die Wildschweine haben Hunger- und finden weniger Nahrung in den Wäldern. Darum suchen sie in Feldern und Wiesen nach Futter. Jagdgenossen fürchten deutlich mehr Schäden.

Nachrodt-Wiblingwerde – Rund 20 Eigentümer haben an der Pflichtversammlung der Jagdgenossenschaft im Hotel Holzrichter in Veserde teilgenommen. Wahlen standen an, denn die Amtszeiten der Vorsitzenden Birgit Tupat und die der stellvertretenden Beisitzer Peter Holzrichter und Günter Buttighofer waren abgelaufen.

Alle drei wurden in einer Blockwahl einstimmig wiedergewählt. Gleiches bei der Wahl von zwei neuen Rechnungsprüfern: Hier gaben die Eigentümer sowohl Regina Weustermann als auch Thomas Kocher ihre Stimmen.

Neues Jagdkataster: weniger Fläche zum Jagen

Der Haushaltsplan 2021/2022 weist bei den Einnahmen für die Jagdpacht in 2021 einen Betrag von 29 592,48 Euro auf. Das sind rund 5000 Euro weniger als 2020. „Das resultiert aus der Neuaufstellung des Jagdkatasters, die 2020 beschlossen worden ist“, erklärte Tupat.

Der Vorstand der Jagdgenossen mit Vorsitzender Birgit Tupat und (v.r.) Peter Holzrichter, Günter Buttighofer, Martin Hohage und Roderich Knipps.

Das neue Kataster weise weniger bejagbare Flächen aus als das alte. Bereiche, wo heute beispielsweise Industriehallen stehen oder Areale, die komplett eingezäunt sind, zählen im neuen Kataster zu den nicht bejagbaren Flächen. Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz, bei der Gemeinde zuständig für Jagdangelegenheiten, stellte der Versammlung zur Erklärung die Software vor, die für die Neuaufstellung des Jagdkatasters von der Genossenschaft angeschafft wurde.

Neue Software erleichtert Arbeit

Das Programm liefert nun, nach Einspeisung der vom Märkischen Kreis übermittelten Daten, sämtliche Eigentümer von Flurstücken in der Doppelgemeinde. Und es erkennt bejagbare und nicht bejagbare Flächen. „Die Software ermöglicht vieles und löst die Dinge, die zuvor händisch erfasst werden mussten und sehr viel Zeit in Anspruch genommen haben, mit deutlich weniger Aufwand“, verdeutlichte Putz den Nutzen des Programms.

Jeder Eigentümer der Jagdgenossenschaft sei eingeladen, einen Termin im Amtshaus zu machen, wenn Fragen auftauchen. Auch könne jetzt jeder seine Daten als Excelliste erhalten, um seine Flächen zu prüfen.

Rotten suchen Maisfelder heim

Angeschnitten wurde auch das Thema Wildschäden. Die Jagdgenossen erwarten einen Anstieg. „Es gibt sehr viele Wildschweine und die haben richtig Schmacht“, meinte Jäger Heiko Cordt. In den Wäldern fänden die Tiere in diesem Jahr kaum Eicheln und Bucheckern. Deswegen suchten die Rotten aktuell besonders Maisfelder heim. Und die Wiesen könnten bei der Suche nach Kohlenhydraten und Eiweiß, das Wildschweine in Würmern und Mäusen finden, auch kaputt gehen, befürchtete er.

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