Viertklässler aus Herten sind begeistert vom Wiblingwerder Waldlehrpfad

Stolz trägt Sarah auf einem Stück des Waldlehrpfades ein Fuchsfell um den Hals ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Nach zwei Stunden mit der Klasse 4 b auf dem Waldlehrpfad kann Lehrerin Gudula Klak ein eindeutiges Fazit ziehen: „Viele Kinder sind wie ausgewechselt.“ Von dem was Karl Heinz Tacke auf seinem Waldlehrpfad macht, ist die Pädagogin rundum begeistert. „Ganz toll ist das. Und davon bleibt etwas hängen.“

Und schon der nächste Halt: „Kommt mal wieder alle zu Onkel Heinrich“, ruft Tacke, und ist schnell von den Viertklässlern umringt. Der Stoff geht nicht aus, wenn der 73-Jährige in seinem Element ist, wenn er über den Wald, die Natur allgemein und die Tiere erzählen kann.

Dass die Esche in der nächsten kalten Nacht ihre Blätter verlieren wird, berichtet er den Kindern. Und er fragt sie, woran man den Baum dann noch erkennen könne. „An den schwarzen Knospen, die gibt es nur bei der Esche.“ Es scheint ein leises „Aha“ durch die Runde zu gehen. Die Viertklässler der „Grundschule am Wilhelmsplatz“ in Herten verbringen ihre vorgezogene Abschlussfahrt in der Begegnungsstätte „Auf dem Ahorn“, haben die Heimatstube gesehen und die Burg Altena, aber der Waldlehrpfad fesselt sie augenscheinlich am meisten. Wenn ein Kind eine Frage richtig beantwortet, bekommt es bis zur nächsten Runde eine nicht alltägliche Trophäe: Ein vollständiges Fuchsfell. Das trägt sich schick und wärmt den Hals, wenn der Wind mal wieder - wie gestern - etwas kühler über den Lohagen pfeift.

Das Interesse an den Waldlehrpfad-Wanderungen ist erstaunlich groß: „Ich muss längst einen Terminkalender führen“, berichtet Karl Heinz Tacke. „Das ist in dieser Woche schon die vierte Klasse.“

Zum Anfang des Weges haben die Grundschüler mit Tacke eine Lerche gepflanzt, später kommen sie zum „Grünen Klassenzimmer“, das Tacke nicht weit vom westlichen Ausgang des Lehrpfades – auf Herlsener Seite – errichtet hat. Hier bekommen die Junioren zahlreiche präparierte Tiere zu sehen – und ein Kuriosum. Tacke hat dort Musternistkästen für verschiedene Vogelarten aufgestellt. Mindestens zwei Vogelfamilien fanden die „Musterhäuser“ so attraktiv, dass sie gleich eingezogen sind. ▪ tk

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