Kinder erleben Natur am Wildblumenbeet

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Eifrig hantierten die Kleinen am Waldkindergarten mit Harke, Schaufel und Gießkanne, als es darum ging, ein Wildblumenbeet anzulegen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Um den mit insgesamt 10 000 Euro dotierten Naturschutzpreis der Bezirksregierung Arnsberg bewirbt sich der Waldkindergarten mit einem neuen Projekt: Am Samstag haben Kinder und Eltern in Gemeinschaftsarbeit eine Wildblumenwiese an der Zuwegung zum Kindergartengelände gepflanzt.

Aufgeblüht werden die Stauden eines Tages zur Heimat zahlreicher Insekten. Der Huflattich ist selbst für die ganz kleinen Kinder ein untrügliches Zeichen: Der Frühling ist endlich da. Was es aber für die Natur bedeutet, dass zahlreiche Arten auf den heimischen Wiesen wachsen, musste die Kindergartengeneration erst lernen. Huflattich, Scharbockskraut und Löwenzahn sind seit Jahren am Waldkindergarten ansässig. Diese natürlichen Vorkommen sind nun ergänzt worden durch Margeriten, Frauenmantel, Lungenkraut, Goldrute, Schafgarbe, Lichtnelke, Malve und noch einige Wildblumen und -kräuter mehr. Mehr als 20 Arten haben Eltern, Erzieherinnen und Kinder am Samstag im Gemeinschaftsarbeit gepflanzt. Einrichtungsleiterin Nadine Richter hatte die Stauden aus einem Naturgartenversand bezogen und dabei darauf geachtet, dass auch möglichst viele Arten dabei waren, die bereits im Sommer blühen. „Sonst haben die Kinder ja nichts mehr davon”, begründete sie.

An der blühenden Pracht werden sie schon bald beobachten können, welche Insekten sich darauf tummeln und zur Befruchtung weiterer Areale beitragen. Auch die Insekten wiederum gehören in den Naturkreislauf der Nahrungskette. So profitieren letztlich Vögel und auch andere Tiere von der Wildblumenwiese.

Das Motto des Naturschutzpreises der Bezirksregierung Arnsberg lautet diesmal „Grün muss bunt werden”. Das Ziel: Grünland soll qualitativ und quantitativ wieder verbessert werden. Prämiert würden Projektideen, die den Lebensraum Grünland aus naturschutzfachlicher Sicht verbessern und fördern, erklärt Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann in der Wettbewerbsausschreibung. Einzureichen ist bis zum 15. Mai auch ein schriftliches Konzept, das am Samstag noch während der Entstehung der Wildblumenwiese von Britta Podworny verfasst wurde. Zudem nutzten die 14 beteiligten Familien den Tag, um den Frühjahrsputz am Waldkindergarten durchzuführen. Am Haus wurden unter anderem die Fensterleibungen renoviert, draußen wurde der Sandkasten ausgeschaufelt und neu bestückt. Mittags hatten sich die Helfer natürlich eine Stärkung verdient und genossen Grillgut, Salate und Getränke. ▪ Ina Hornemann

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