So einfach und doch so wunderschön

+
Die Zuschauer belohnten die Musiker mit viel Applaus.

Nachrodt-Wiblingwerde - Alltag, Sorgen und Stress aus – Träume an. Das Konzert am Sonntag in der Wiblingwerder Kirche war eine Auszeit für Körper, Geist und Seele. Sandra Wilhelms und Torsten Krug nahmen die Konzertbesucher mit auf eine musikalische Zeitreise in die Romantik.

So einfach und doch so wunderschön. Lediglich die Klänge einer Gitarre und die klangvolle Stimme eines Tenors genügten, um einen ganz besonderen Ohrenschmaus zu kreieren. Mit Werken von Schubert, Brahms und Haydn begeisterten die Musiker das Publikum im Rahmen des Wiblingwerder Musiksommers.

Sandra Wilhelms ist für die Wiblingwerder keine Unbekannte. Bereits zum zweiten Mal überzeugte sie mit ihrem einfühlsamen und perfekten Gitarrenspiel. Für Krug war es hingegen eine Premiere. Zum ersten Mal spielten die Beiden ihr Programm „Nacht und Träume“ live vor Publikum.

Im Zentrum des Konzerts stand Schubert. Und den brachten die beiden Musiker ihrem Publikum immer wieder näher. „Schubert ist ein besonderer Mensch. Er wurde nur 31 Jahre alt und dennoch erschuf er 1000 Kompositionen. 600 davon waren Lieder“, erklärte Krug zur Einführung. Das Lied sei in der Romantik gleichbedeutend mit Gedichten gewesen. Nacht und Träume seien dabei elementare Bestandteile gewesen. Und davon handelte auch das erste Stück.

Unter dem Titel „Nachstück“ bekamen die Zuhörer das Werk Schuberts zu hören. Es handelte von einem alten Musiker, der mit seiner Harfe in den Wald hineinspielte. Nach und nach wurden seine Klänge und die Natur eins und als seine Musik erlischt, war auch er nicht mehr. Durch Einführungen wie diese, konnte der Zuhörer die Stücke besonders gut verfolgen.

Wer wollte, konnte aber auch einfach die Augen schließen und genießen. Schnell wurde deutlich, dass Schubert überwiegend Gedichte vertont hat. „Er war dabei sehr auf seine Freunde angewiesen. Sie lieferten ihm die Grundlagen“, erklärte Wilhelms. Dabei sei es Schubert egal gewesen, ob ein Text eher holprig war. Sprang der Funke über, begann er zu komponieren.

 Die Zuschauer belohnten die beiden Musiker nicht nur am Ende mit kräftigem Applaus. Offensichtlich hatten Wilhelms und Krug genau den Nerv der Wiblingwerder getroffen.

 Fortgesetzt wird der Wiblingwerder Musiksommer am Sonntag, 26. August. Ab 17 Uhr wird dort der Hemeraner Gospelchor „sing4soul“ für Stimmung sorgen und die Botschaft des Gospels von Hoffnung, Mut und Lebensfreude in die Kirche tragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare