Reitspaß und Pferdepflege auf dem Stundenplan

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Beim Auf- und Absteigen mussten die Helfer vom RV Altena noch helfen und auch eine kleine Treppe zum Einsatz bringen, das Reiten selbst klappte dann schon ganz gut.

Nachrodt-Wiblingwerde - Das Glück der Erde lag für 21 Kinder der Grundschule Wiblingwerde in dieser Woche auf dem Rücken der Pferde. Zwei Tage haben sie auf dem Hof Pühl in Haste mit den Vierbeinern verbracht.

Ausgelöst hatte die Hippomanie unter den Grundschülern der Klasse 2a Lydia Machelett vom Reitverein Altena. „Wir haben mehrere Schulen angeschrieben und angeboten, den Schülern Pferde und das Reiten näher zu bringen und ihr Interesse für die Tiere wecken“, erklärte sie. Resonanz gab es nur von der Grundschule in Wiblingwerde. „Einige Jungs waren zunächst noch etwas skeptisch, aber dann waren sie total begeistert“, schildert Lehrerin Julia Werner, wie rasant bei ihren Schülern das Interesse am Reiten gestiegen ist.

Zwei Tage lang, am Montag und Dienstag, erfuhren die Grundschüler auf dem Hof Pühl zunächst etwas über die Bedürfnisse von Pferden, beispielsweise, dass sie viel Heu oder Gras fressen und Wasser trinken müssen. Dabei wurden ihnen auch klar, warum Pferde eigentlich immer fressen. „Sie haben nur einen kleinen Magen und können deshalb keine großen Mengen auf einmal verschlingen“, erklärte Lydia Machelett. Auch die Pferdepflege kam zur Sprache, vom Bürsten des Fells, der Mähne und des Schweifs bis zum Auskratzen und Einfetten der Hufe. Und sogar dem Hufschmied konnten die Kinder bei der Arbeit über die Schulter schauen. „Der musste auch ganz viele Fragen beantworten“, staunte Lehrerin Julia Werner über die Wissbegierde ihrer Schützlinge.

Doch die Kinder wollten natürlich auch reiten, und auch dazu hatten sie Gelegenheit. Auf fünf Pferden konnten sie am Dienstag abwechselnd ihre Runden drehen. Beim Auf- und Absteigen mussten die sechs Helferinnen vom RV Altena noch unterstützend eingreifen, das Reiten selbst klappte dann schon ganz gut. Am Montag hatten die Grundschüler zunächst das Voltigieren kennen gelernt, eine Sportart, bei der turnerische und akrobatische Übungen auf einem sich bewegenden Pferd ausgeführt werden. „Da haben sie gemerkt, dass das doch schwieriger ist als auch dem Boden“, schmunzelte Lydia Machelett. Das Voltigieren ist für viele Kinder ein Einstieg in den Pferdesport. Deshalb kann sich Machelett auch vorstellen, dass der RV Altena Reiten als Schulsport anbietet. Pferde dafür seien vorhanden. „Wir haben viele brave Tiere, die auch Kinder mit Verhaltendefiziten kennen“, versicherte sie.

Ob Reiten an der Grundschule Wiblingwerde zum Unterrichtsfach wird, ist noch völlig offen. Lehrerin Julia Werner ist aber ziemlich sicher, dass die Schüler da begrüßen würden: „Die fanden das alles hier total spannend“, stellte sie nach zwei Tagen auf dem Reiterhof Pühl fest. - Volker Griese

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