Probesitzen bei der Feuerwehr

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Löschzugführer Sascha Panne erläuterte den Stöberkindern Franziska Müller, Geraldine Bischof und Miriam Bläsing (v.l.) die Ausstattung des großen Feuerwehrfahrzeugs.

Nachrodt-Wiblingwerde - Fragen war ausdrücklich erwünscht beim Stöbertag, an dem am Donnerstag 22 Mädchen und Jungen der Grundschule Wiblingwerde teilgenommen haben. Für zwei Stunden durften sie einmal die Arbeitswelt der Erwachsenen kennen lernen.

Sie versuche, den Wünschen der Kinder nach bestimmten Stöberstellen möglichst gerecht zu werden, erklärte Renate Richwien. Die Leiterin des Jugendzentrums Nachrodter Kurve koordinierte die Aktion, suchte nach Unternehmen und Einrichtungen, die den Kindern einen kleinen Einblick in ihre Arbeit geben wollten. Für gestern Vormittag sei es auch kein Problem gewesen, genügend Stöberstellen zu finden, freute sie sich. Und vielen, wenn auch nicht allen Kindern habe sie ihren Wunsch auch erfüllen können. „Aber an allen Stellen können die Kinder spannende Dinge erleben, das ist garantiert“, versicherte die JZ-Leiterin.

Glück hatten beispielsweise Geraldine Bischof, Franziska Müller und Miriam Bläsing. Die neun und zehn Jahre alten Grundschülerinnen hatten sich gewünscht, den Stöbertag bei der Feuerwehr zubringen zu können. Da war noch Platz für die drei Freundinnen, die sich nun also von Mark Wille und Sascha Panne von der Löschgruppe Wiblingwerde erklären ließen, wie die Brandbekämpfer arbeiten. Dazu gehörte natürlich auch eine ausgiebige Besichtigung des großen Löschfahrzeugs – inklusive Probesitzen. Sogar zu einem Löscheinsatz wurden die drei Mädchen gerufen: Mit der Kübelspritze mussten sie ein kleines Lagerfeuer löschen.

Thorben Drewek und Timo Dresel bekamen bei der Firma Wachsmuth an der Harpkestraße einen Einblick in die Herstellung von Werkzeugen. Werkzeugmacher Uwe Klimke erläuterte den beiden Zehnjährigen, wie Formwerkzeuge früher von Hand hergestellt werden mussten und wie sie heute in höchster Präzision auf modernen, computergesteuerten Maschinen angefertigt werden können. Auf ihrer Entdeckungsreise erfuhren die beiden Grundschüler auch, wie diese Beispiele verwendet werden: für die Produktion von Joghurtbechern beispielsweise. Als Erinnerung an den Stöbertag durften sie anschließend einen solchen Plastikbecher mit nach Hause nehmen.

Eine etwas ungewöhnliche Stöberstelle hatten Lilly Sahr und Sidonie Römer ergattert. Sie besuchten mit Bianca Zierdtz vom Zahnmedizinischen Dienst des Märkischen Kreises den Evangelischen Kindergarten in Wiblingwerde. Dort berichteten sie den Kindern von „Karius“ und „Baktus“, den beiden Gesellen, die es auf die Zähne der Menschen abgesehen haben. Mit den beiden Plüschzähnen „Putzi“ und „Schmutzi“ veranschaulichten die beiden Zehnjährigen, was gute von schlechter Mundhygiene unterscheidet. „Diese Stöberstelle hat uns der Märkische Kreis zur Verfügung gestellt“, sagte Renate Richwien, die sich freute, dass sich insgesamt neun Firmen und Stellen aktiv in den Aktionstag eingebracht haben. - Volker Griese

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