Mit Teamwork in die Freiheit

Rettungsaktion: Reh verfängt sich in Rückhaltebecken

Rettungsaktion: Das Reh wurde über den Zaun gehoben.
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Rettungsaktion: Das Reh wurde über den Zaun gehoben.

Ein Reh hat sich im Gitter eines Regenrückhaltebeckens verfangen. Es schrie erbärmlich - und löste eine große Rettungsaktion aus

Nachrodt-Wiblingwerde – Ein Happy end: Das Reh ist gerettet. Im Rahmen einer großen gemeinschaftlichen Aktion wurde am Donnerstagmorgen ein etwa dreijähriges Tier befreit, dass sich zunächst auf das Gelände des Regenrückhaltebeckens veirrrt und schließlich im Zaun verheddert hatte.

Das Reh schrie erbärmlich. Anwohner des Niggenhuser Hofs waren in Aufregung, verständigten die Polizei, die ihrerseits Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz einschaltete. Unterdessen war es Patrick Bestgen, der sich liebevoll um das Reh kümmerte und es aus den senkrechten Gittersprossen befreite.

Anwohner leistet „Erste Hilfe“

Er war es auch, der mit seiner Frau Anne-Kathrin das Reh von seiner Terrasse aus entdeckt hatte. „Ich habe die Polizei gerufen, bin dann aber schon mal raus“, erzählt der 35-Jährige, der über den Zaun kletterte und Erste Hilfe leistete. Er hielt das erschöpfte Tier schließlich auf seinem Schoß fest, bis Unterstützung kam. „Es hat die ganze Nachbarschaft mitgeholfen“, bedankt sich Patrick Bestgen. Ihm hat das Reh sehr leid getan.

Erster Retter vor Ort: Patrick Bestgen hatte beobachtet, wie das Reh im Gitter hing, lief hin und beruhigte es, bis Unterstützung kam.

Hilfe gab es von vielen Seiten: Mitarbeiter des Bauhofes eilten sofort nach Wibligwerde, um das Tor zum Gelände des Regenrückhaltebeckens aufzuschließen. Doch das war so vereist, dass die weiteren Retter nicht auf das Gelände kamen. „Eine freundliche Anwohnerin brachte eine Leiter“, erzählt Heiko Cordt, der unter anderem mit Günter Buttighoffer und weiteren Helfern das Reh befreien konnte.

Über den Zaun zurück in die Freiheit

Es wurde schließlich behutsam über den Zaun in die Freiheit getragen. Großes Glück war, dass das Reh unverletzt blieb und sofort nach seiner Rettung von dannen Richtung Wald springen konnte.

Das Regenrückhaltenbecken wurde bei der Erschaffung des Neubaugebietes Niggenhuser Hof gebaut, damit es bei sehr starkem Niederschlagswasser nicht zu Überflutungen kommt.

Wie in einer Art Badewanne wird das Wasser dort gesammelt und sorgt für einen reduzierten Ablauf. Das Reh hätte aber nicht ertrinken können, da kein Wasser im Becken war. Das Gelände ist komplett eingezäunt. Wie das Reh dorthin gekommen ist, ist noch nicht klar.

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