Training in Corona-Zeiten

TV und TuS turnen vor: Sportübungen für jedermann

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Fitnessübungen für zu Hause gibt es viele per Video und im Internet.

Nachrodt-Wiblingwerde – Jegliches Training entfällt, für Videos bleibt keine zeit. Dennoch haben sich die großen Sportvereine was Schönes für ihre Mitglieder überlegt.

„Still ruht der See“, sagt Jens Grote und lacht. Dass der gesamte Übungsbetrieb des TV Wiblingwerde eingestellt ist, trägt der Vorsitzende so gut es geht mit Gelassenheit. 

Die Möglichkeit, digitale Mitmach-Angebote ins Netz zu stellen, die Mitglieder mit Videos auf der eigenen Homepage zu versorgen, sieht Jens Grote aktuell nicht: „Das kann gerade keiner machen, die Mitglieder des Vorstands sind alle in ihren Jobs.“ 

Viele gute Videos im Netz

Ein ähnliches Statement gibt es auch von Heinz Even, Vorsitzender des TuS Nachrodt. „Die Idee für Videos ist auch bei uns kurz aufgekeimt. Aber dann stellte sich die Frage, wer es machen kann. Es konnte keiner“, erzählt Heinz Even schmunzelnd. 

Zudem, so sagt er, gebe es viele professionelle Sportübungen im Netz. „Man muss auch einen Profi haben, der die Übungen gut ‘rüberbringen kann. Da muss jetzt nicht jeder Verein sein eigenes Süppchen kochen, sondern kann auf das große Angebot im Internet zurückgreifen“, findet Heinz Even. 

Und Leute, die seit Ewigkeiten bei den Übungsstunden dabei seien, könnten die Sachen ohnehin auswendig. 

"Ab auf die Matte"

Die Sportler aus der Doppelgemeinde, denen die Sportstunden aktuell massiv fehlen, sollen aber trotzdem nicht leer ausgehen. Deshalb gibt es jetzt Tipps von Kirsten Steinecke vom TV Wiblingwerde. „Ab auf die Matte“, sagt sie und macht diese Übungen auch abends mit ihrem Mann Jens. 

So geht's: Die Übungstipps von Kirsten Steinecke.

Dazu gehören die rückenfreundlichen Sit-ups, auch Crunches genannt. „Rückenlage, Beine aufstellen, Hände hinter dem Kopf, Oberkörper und Kopf leicht anheben.“ Morgens macht Kirsten Steinecke Yoga-Übungen und hat gemerkt, wie gut ihr das tut.

Sport-Boom nach der Krise?

 „Wichtig ist, dass man überhaupt etwas macht. Und es ist nicht schlimm, wenn es nicht perfekt ist“, findet Kirsten Steinecke. Dass sich viele Menschen jetzt aufs Fahrrad schwingen oder spazierengehen, könnte nach Corona „für die Vereine zu einem richtigen Boom werden“, glaubt Jens Grote. 

Wenn die Menschen jetzt die Wichtigkeit des Sports erkennen würden und auch merken, wie positiv er sich auswirkt, könnte das den Vereinen später zugutekommen. 

Das sieht Heinz Even eher kritisch. „Ich glaube eher, dass die Menschen schnell wieder in ihren Alltag kommen, schnell wieder in ihre Lethargie verfallen werden."

Alle Informationen rund um das Coronavirus im MK gibt es hier.

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