Naturkunstwerk mit Zwei-Komponenten-Lack

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Einen ungewöhnlichen Auftrag hat jetzt Künstlerin Andrea Springer erhalten: Sie soll einen ganzen Wohnwagen anmalen.

Nachrodt-Wiblingwerde - Großprojekt für Künstlerin Andrea Springer: Die Wiblingwerderin ist mit dem Design eines Wohnwagens beauftragt. Der steht aktuell in ihrer Einfahrt und stellt die bislang größte Herausforderung in der Laufbahn Springers dar. „Aber es macht auch Riesenspaß!“, erklärt die Künstlerin.

Ihren eigenen Wohnwagen hat sie derweil an ihre Auftraggeber verliehen. „Die hätten ja sonst nicht in den Urlaub fahren können“, berichtet sie schmunzelnd. Als der Auftrag reinkam, musste sie sich erst mal schlau machen, wie man ein solches Prokjekt angeht. Ein Lackierer erklärte ihr, dass es Zwei-Komponenten-Lack braucht, Härter und Verdünnung, um das Projekt anzugehen. „Und etwas, von dem ich noch nie gehört hatte: unsichtbare Gummihandschuhe“, erklärt Andrea Springer. Weil sie sich versichert hatte, dass ihr Motiv ein paar Jahrzehnte durchhalten würde, fürchtete sie um die dauerhafte Sauberkeit ihrer Hände. „Es gibt aber diese Substanz, die man einfach aufträgt und kurz einwirken lässt. Da können die Finger noch so bekleckert sein – es geht mit Wasser und Seife alles wieder ab“, erklärt die Künstlerin beruhigt.

Zum Üben hielt eine alte Stahltür her. Jetzt nutzt Andrea Springer jede Gut-Wetter-Phase, um an dem fröhlichen Naturmotiv zu arbeiten. Ihren Auftraggebern hatte eines ihrer Hummel-Designs so gut gefallen, dass sie auf jeden Fall eines der pelzigen Insekten auf dem Wohnwagen haben wollten. Ein frisches Grün ist die Basis für das Gesamtkunstwerk. Andrea Springer hat sich umstellen müssen: „Hier gibt’s keine filigranen Pinselstriche, sondern viel mehr Fläche, die großzügig mit dem Schwamm bearbeitet wird.“

Von der Leinwand und von feinen Zeichnungen hat sich Andrea Springer natürlich nicht verabschiedet. In ihrer Kunstwerkstatt „Wirbelwand“ entstehen weiterhin Gemälde und Designs für Postkarten. Ein von ihr künstlerisch gestaltetes Firmenlogo wird bald das Besprechungszimmer eines Schwerter Unternehmens zieren. Weil Andrea Springer ihren Auftraggebern und Kunstfreunden die Möglichkeit geben will, sich selbst ein Bild von ihren Ideen zu machen, hat sie feste Öffnungszeiten in ihrem Atelier am Heierstück etabliert. Mittwochs von 17 bis 19 Uhr können Interessenten auch ohne Termin bei ihr vorbeikommen und sich Springers Arbeiten ansehen.

Auch das persönliche künstlerische Vorankommen vernachlässigt die Wiblingwerderin nicht. Das nächste Ziel, dass sie sich gesteckt hat, ist das Erlernen von Portraitmalerei. „Das hat mich schon immer fasziniert“, berichtet sie. „Das möchte ich können – und zwar richtig gut!“ - Ina Hornemann

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