Wiblingwerde holt erneut eine silberne Medaille

Als sei die Zeit stehen geblieben: Mitglieder des Bewertungskommission warfen auch noch einen interessierten Blick in die Wiblingwerder Heimatstube. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Nach einer Silbermedaille vor drei Jahren hat Wiblingwerde beim Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ in diesem Jahr diese Prämierung bestätigt.

Die Jury bedachte das Höhendorf der Doppelgemeinde wieder mit dem zweiten Platz in der Kategorie der Dörfer mit mehr als 1000 Einwohnern, teilt ihn sich aber mit Altenas Ortsteil Dahle. Als zukunftsfähigstes Dorf im Märkischen Kreis, das sich somit auch für den Landeswettbewerb qualifiziert hat, wurde allerdings Oestrich ausgezeichnet.

Die Bewertungskommission hatte Wiblingwerde gestern am dritten und letzten Tag ihrer zwölf Dörfer umfassenden Besichtigungstour besucht. Knapp eine Stunde lang fuhren Ortsheimatpfleger Karl-Kurt Heering, Grundschulleiter Johannes Illerhaus, Karl-Heinz Tacke vom Hegering sowie der stellvertretende Bürgermeister Michael Schlieck und Dirk Recker von der Gemeindverwaltung mit der 15-köpfigen Jury durch das Dorf und seine Außenbezirke. Dabei stellten sie insbesondere den neu eingerichteten Waldlehrpfad vor, aber auch die renovierte Laufbahn um den Sportplatz fand Erwähnung. Als Beispiel für eine zukunftsfähige Vollbewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Betriebes stellten die Wiblingwerder den mit einer Solaranlage ausgestatteten Aussiedlerhof von Günter Buttighofer vor. Und mit den Firmen Wachsmuth, Wilke und Ehrenberg präsentierten sie auch drei florierende Unternehmen, die Vereine und Vorhaben im Dorf finanziell unterstützen und nicht nur den Bewohnern von Wiblingwerde Arbeitsplätze geben.

Dass Wiblingwerde ein wachsendes Dorf ist, konnte die Jury daran erkennen, dass seit dem letzten Kreiswettbewerb vor drei Jahren mit dem Niggenhuser Hof und Über dem Dorfe zwei Neubaugebiete erschlossen worden sind, von denen eins schon fast vollständig bebaut ist. Im Niggenhuser Hof lenkten die Wiblingwerder das Augenmerk der Jury besonders auf den Spielplatz und gleich nebenan auf den durch eine Elterninitiative entstandenen Waldkindergarten.

Vorbei an diversen kleinen Geschäften, Handwerks- und Gastronomiebetrieben ging es schließlich zur Schule und zur Heimatstube. „Aus einem etwas verschlafenen Gebäude ist hier in den letzten Jahren eine moderne Grundschule entstanden“, erklärte Johannes Illerhaus mit Blick auf das Engagement von Lehrern und Eltern, aber auch der Gemeinde, die hier rund 300 000 Euro investiert habe. Klaus Potthoff, Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins, brachte der Jury dessen Arbeit, vor allem aber die Heimatstube näher. So konnte die Kommission nach Blicken auf die Wiblingwerder Gegenwart und Zukunft auch noch einen Blick in die Vergangenheit werfen. ▪ vg

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