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„Die Kinder schleppen nicht selbst“: Großer Umzug in Wiblingwerde

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Noch viel zu tun bis zum Einzug der Kinder in die Schulcontainer
Noch viel zu tun bis zum Einzug der Kinder in die Schulcontainer © Fischer-Bolz, Susanne

Noch steht man knöcheltief im Matsch. Aber bald schon sollen die Grundschulkinder ins „Containerdorf“ ziehen. Der Termin steht fest.

Nachrodt-Wiblingwerde – Überall wird gewerkelt. Der Kanalanschluss muss gelegt werden. Strom und Telefon soll es natürlich auch geben. Und wenn die Schulkinder einziehen, soll es muckelig warm sein. Jetzt steht auch der Termin fest: Der Umzug startet am 3. März. Ein Umzugsunternehmen ist beauftragt. Am 7. März sollen die Grundschulkinder erstmals in ihrem Ausweichquartier unterrichtet werden, damit die groß angelegte Sanierung der Grundschule Wiblingwerde starten kann.

32 „Boxen“ plus Flure plus drei WC-Anlagen

Viel zu tun gibt es im Moment im „Containerdorf“, das (noch) nicht wirklich schön anzusehen ist. Die weißen Container stehen wie Bauklötze auf der Wiese gegenüber der Grundschule. Den Platz hat die Kirchengemeinde zur Verfügung gestellt. 32 „Boxen“ plus Flure plus drei WC-Anlagen (für Mädchen, für Jungs, für Lehrer) sind dort aufgebaut.

Zwei Klassenräume bekommen ihren Eingang von der Seite des Spielplatzes, die beiden anderen von der Kirchseite aus. Die äußeren Container werden also die Klassenzimmer, aus Corona- und Lärmschutzgründen weit voneinander entfernt. Zudem gibt es einen Computerraum, einen Förderraum und ein Lehrerzimmer. Auch ein Schulhof soll entstehen. Der Platz wird geschottert.

„Da kann man es aushalten“

Bei der Ausstattung wird sich ein Containerzimmer kaum von anderen Klassenräumen unterscheiden. Eigentlich gar nicht. Die Einrichtungsgegenstände und sämtliches Schul-Equipment werden von gegenüber in die Container gebracht. „Die Kinder schleppen nicht selbst“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding und glaubt ganz sicher: „Der Unterricht dort wird völlig in Ordnung sein. Natürlich ist es ein Provisorium, aber für ein Jahr können die Kinder es sicher gut aushalten.“ Die Lehrer haben übrigens auch schon mal einen Blick rein geworfen.

Es läuft alles nach Plan

Bei der Baubesichtigung am Dienstag mit dem Architekten Torsten Heumann und den beauftragten Firmen gab es keine Probleme zu diskutieren. Es läuft, so sagt Dirk Röding, alles nach Plan. Bei den WC-Anlagen müsse man sich noch um einen Verbrühschutz kümmern. 15 Monate sind die Schulkinder voraussichtlich im „Exil“: So lange sollen die Modernisierungs- und Erweiterungsarbeiten an der Schule dauern.

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