Wiblingwerde bleibt Erholungsort

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Zugegeben, die Farbe am Hinweisschild blättert schon ein wenig ab. Trotzdem weist Wiblingwerde aber noch die Qualitätsmerkmale eines Erholungsortes auf. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Seit fast 30 Jahren ist Wiblingwerde staatlich anerkannter Erholungsort – und wird es auch bis auf weiteres bleiben. Das teilte Birgit Tupat vom Fachbereich Sicherheit/Ordnung der Gemeinde, am Montagabend in der Ratssitzung mit.

Anfang des Jahres habe die Bezirksregierung eine Überprüfung der Kriterien angekündigt, erklärte Tupat im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Hintergrund dafür ist eine Novellierung des Kurortegesetzes für Nordrhein-Westfalen, nach der alle 38 staatlich anerkannten Kur- und Erholungsorte im Regierungsbezirk Arnsberg unter Beweis stellen mussten, dass sie die Qualitätsstandards des Gesetzes noch erfüllen. Bei Wiblingwerde, das das Prädikat seit 1984 trägt, war das der Fall. Allerdings räumte Birgit Tupat ein, der Überprüfung mit einem mulmigen Gefühl entgegengesehen zu haben. „Doch wahrscheinlich haben sich die Kriterien im Laufe der Jahre auch geändert“, mutmaßte sie.

Wer sich heute Erholungsort nennen möchte, muss unter anderem eine zentrale Auskunfts- und Vermittlungsstelle, räumlich angemessene Grünflächen mit Ruhezonen und gesundheits- und erlebnisorientierten Bereichen sowie eine insgesamt erholungsgerechte Infrastruktur vorweisen können. Das Golddorf Wiblingwerde konnte unter anderem mit seinem gut ausgeschilderten und weit verzweigten Wanderwegenetz und dem Waldlehrpfad punkten.

Die Bezirksregierung prüft nun in regelmäßigen Abständen von längstens fünf Jahren, ob die Kur- und Erholungsorte noch alle Qualitätsmerkmale aufweisen. Mängel können die Orte dann innerhalb von fünf Jahren nachbessern. ▪ vg

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