Weniger Probleme mit Jugend-Cliquen 

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Sozialarbeiter Tobias Busch kümmert sich im Jugendzentrum um die Jugendlichen - und besucht sie auch an ihren Treffpunkten in der Gemeinde.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es gibt weniger Beschwerden über Jugend-Cliquen in der Gemeinde. Dafür hat Tobias Busch gesorgt.

Über seine Arbeit im Jugendzentrum „Nachrodter Kurve“ hat Tobias Busch in der Sitzung des Sozialausschusses berichtet. Der Sozialarbeiter arbeitet seit diesem Jahr dort. 

Es gibt verschiedene Angebote für Kinder und Jugendliche verschiedener Altersklassen – und sie wurden auch mit verschieden großem Interesse angenommen. Die Arbeitsgemeinschaft mit der offenen Ganztagsgrundschule zum Beispiel „kommt sehr gut an“, sagte Busch. Ein Kochangebot dagegen nicht. 

Seit die Jugendarbeit in der Nachrodter Kurve unter der Regie des Evangelischen Jugendreferates Iserlohn steht, gilt die Devise: „Wir möchten mehr Präsenz zeigen.“ 

Kinder- statt Mädchentag

So gibt es derzeit Überlegungen, aus dem „Mädchentag“, der dienstags von 14 bis 19 Uhr auf dem Programm steht, einen „Kindertag“ zu machen, weil sich gezeigt hat, dass die Mädchen auch gerne andere Zeiten im Jugendzentrum nutzen. Einzelne Angebot seien nicht zustande gekommen, berichtete Busch. Das galt zum Beispiel für einen Selbstbehauptungskurs für Jungen.

Auch Turniere, die mit anderen Jugendzentren ausgetragen werden sollten, sind nicht immer ein Erfolg gewesen. Immerhin gab es aber ein gemeinsames Fifa-Turnier in Schalksmühle. Ziel eines anderen Ausflugs war der Movie-Park in Kirchhellen.

Erfolg als Streetworker

Die Jugendarbeit in der Nachrodter Kurve hat mehrere Facetten: So gibt es unterschiedliche Angebote im Gebäude selbst, aber Busch versteht sich auch als Streetworker und sucht die Treffpunkte auf, wo die Jugendlichen zusammenkommen. „Das läuft gut“, fasste Busch zusammen. 

Und seine Arbeit zeigt Wirkung. Das bestätigte Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz in der Sitzung. „Es ist messbar, bei mir im Büro.“ Es gebe in Bezug auf die kritisierten Treffpunkte junger Cliquen, etwa am Buswartehäuschen in Wiblingwerde, weniger Beschwerden als in der Vergangenheit. 

10 bis 15 Kinder pro Tag im JuZ

Der Sozialarbeiter bestätigte: Er sehe seine Aufgabe auch darin, etwaige Einsätze des Ordnungsamtes oder gar der Polizei zu verhindern. Mit Erhebungen über Besucherzahlen wird festgestellt, wie groß die Resonanz auf das Angebot ausfällt. Dabei hat sich gezeigt, dass 10 bis 15 Kinder und Jugendliche täglich in der Einrichtung anzutreffen sind.

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