Zum Weltkindertag: Kinder brauchen Zeit

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Die Kinder der Klasse 3a der Grundschule Nachrodt äußerten ihre Gedanken zum Weltkindertag. ▪

NACHRODT ▪ Was wäre, wenn Kinder mehr freie Zeit hätten? Diese Frage konnten die Schüler der Klasse 3a der Grundschule Nachrodt schnell beantworten. Vor allem mehr Zeit zum Spielen mit Freunden und der Familie wünschten sich die Drittklässler zum Weltkindertag.

Dessen Bedeutung ist den Grundschülern durchaus bewusst. „Den gibt es, damit wir mehr von den Kinder auf der ganzen Welt erfahren“, erklärt Paul (8).

„Kinder brauchen Zeit“, lautet das Motto des diesjährigen Weltkindertages. „Kindern bleibt bei gestiegenen Bildungsanforderungen und einem durchorganisierten Tagesablauf immer weniger Zeit für kreative Pausen oder das freie Spiel. Darüber hinaus drücken sich die gesellschaftlichen Veränderungen auch in fehlender Zeit von Eltern für ihre Kinder aus“, schreibt das Deutsche Kinderhilfswerk. Genau diese Tatsache spricht Luis (10) an. „Meine Schwester geht schon auf das Gymnasium“, erzählt der Schüler. Durch ihre langen Schultage, habe sie wenig Zeit mit ihm zu spielen, ergänzt der Zehnjährige enttäuscht.

Sean (8) stellt aber auch fest: „Als Kind kann man viel mehr machen, als die Erwachsenen.“ Denn die müssten ja alle arbeiten. Das Erwachsene heutzutage eventuell beruflich eingespannter sind, glaubt Maren (9): „Ich wünsche mir, das man mit der Familie mehr unternehmen kann.“ Auch die Klassenlehrerin der 3a, Carsta Coenen, wünscht sich im Schulalltag manchmal etwas mehr Zeit: „Dann aber für die schönen Sachen, wie Projekte oder Ausflüge. Das ist Zeit, die man immer wieder zusammenraffen muss.“

Was man denn in Nachrodt unternehmen kann, haben die Grundschüler in den letzten Wochen mit ihrer Klassenlehrerin erkundet. Sehenswürdigkeiten und Freizeit in Nachrodt waren ein Themenfeld im Unterricht. Dabei entstanden große Plakate mit Texten und Bildern. Auch Ausflüge gehörten in die Themenreihe. So wanderte die Klasse zur Hexeneiche.

Dabei schauten sich die jungen Nachrodter mit offenen Augen in ihrer Gemeinde um. Sogar Bürgermeisterin Birgit Tupat berichteten sie von ihren Erfahrungen. Die Kinder wünschten sich von der Bürgermeisterin schönere Spielplätze und den Erhalt des Gartenhallenbades. Den letzten Wunsch konnte Birgit Tupat allerdings nicht versprechen. „Sie versucht es zu machen“, erzählt Yusuf (9) vom Besuch im Amtshaus.

Dass es auch viele schöne Sachen in Nachrodt gibt, erzählt Lena (8). Sie geht mit ihrer Freundin Maren gerne auf den großen Spielplatz in Opperhusen. Lea begeisterten die Ferienspiele in den Sommerferien. Carsta Coenen ergänzt die Kornmühle, die Kirchen und die Heimatstube.

Tobias hatte zum Abschluss noch eine wichtige Erkenntnis parat: „Mit mehr Zeit, kann man sich besser für seine Meinung einsetzen.“ ▪ David Schröder

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