Weiter Finger in die Wunde legen

Die Führungsmannschaft der CDU.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Es war natürlich zu erwarten: Die CDU-Fraktion wird sich nicht entschuldigen und sie stellt sich deutlich mit einer Erklärung hinter ihren Vorsitzenden Peter Herbel. Gestern kam die Führungsmannschaft der Union zusammen. Peter Herbel, Stefan Herbel, Michael Schlieck und Uli Gülicher bezogen noch einmal grundsätzlich Stellung. Gülicher präsentierte eine Erklärung.

„Die gesamte CDU-Fraktion weist mit aller Deutlichkeit das Ansinnen der Bürgermeisterin zurück, sich öffentlich oder anderweitig für die Aussagen ihres Vorsitzenden zu entschuldigen. Die komplette CDU-Fraktion der Verleumdung zu bezichtigen ist schon eine Unverfrorenheit der besonderen Art. Die CDU-Fraktion steht einstimmig und geschlossen mit Mann und Maus hinter ihrem Vorsitzenden. Die CDU-Fraktion hofft, dass ihr Vorsitzender weiterhin den Finger in die Wunden legt, wo dies notwendig ist und dies auch öffentlich kund tut. Denn Politik findet nun mal in der Öffentlichkeit statt und nicht wie in einem Leserbrief zu lesen war, hinter gewünschten verschlossenen Türen. Über diese Zeit sollten wir hinaus sein.“

Und Peter Herbel setzte noch einen drauf. Darauf hätte er verzichtet, „wenn nicht die beiden Damen jüngst Amok“ gelaufen wären. Herbel sagte, dass es einen Grund gäbe, warum denn die Bürgermeisterin seiner Ansicht nach die Infos zurückgehalten habe. Denn die SPD habe mit dem Argument, die anderen wollen sparen, so schlimm sieht es doch gar nicht aus, Wahlkampf gemacht. Und in Richtung Verwaltung sagte Herbel, dass seine Kritik ausschließlich der Bürgermeisterin gegolten habe. Aus der Verwaltung höre er gar, dass man Beatrix Naujoks Führungsschwäche vorwerfe. Auch in Richtung SPD-Fraktionschefin Susanne Jakoby verlor Peter Herbel einen Satz. „Was stört's den Mond, wenn ihn der Hund ankläfft.“ Ulrich Gülicher, von eher besonnener Natur, zeigte noch einmal sein Befremden über die Art und Weise, wie die Bürgermeisterin den Brief am Tag des jüngsten Haushalts-Treffens nach sachlicher Arbeit in freundlicher Atmosphäre aus seiner Sicht übergeben hatte.

Die CDU-Fraktion hatte noch Einiges zu berichten. (Bericht folgt) -vdB

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