Weinachtsbäume für 2018 leiden unter Trockenheit

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Der sehr heiße Frühsommer machte nicht nur Heinz-Ulrich Tacke, sondern vor allem auch seinen Pflanzen zu schaffen. Etwa 50 Prozent der neu gepflanzten Nordmann-Tannen fielen der Hitze zum Opfer. Sie müssen nun mühsam und von Hand auszogen werden, um neuen Setzlingen Platz zu machen.

Dass die Setzlinge nach der Hitzeperiode verbrannt sind, brachte neben viel Arbeit auch einen immensen, finanziellen Schaden mit sich. Denn die neuen Setzlinge müssen ja auch bezahlt werden. „Und ich muss auch neu pflanzen“, sagt Tacke. „Denn sonst habe ich ja in rund acht Jahren keine Bäume, die ich dann verkaufen könnte“.

Tacke ist seit 2002 der Betreiber des „Tannenhofes“ auf dem Hallenscheid. Er ist jedoch schon seit mehr als 30 Jahren im Geschäft. Seit dieser Zeit betreibt er, zunächst gemeinsam mit seinem Vater, den Verkauf von Weihnachtsbäumen im Nebenerwerb. Dass ihm allerdings die Hälfte der Setzlingen aus einer Pflanzung vertrocknen, ist ihm auch noch nie passiert. Noch im vergangenen Jahr hatte Tacke an der gleichen Stelle, an der auch seine diesjährigen Setzlinge standen, einen erheblichen Ausfall zu beklagen – damals aber durch Wildverbiss. Der Teil des Feldes, welcher die Verbiss-Schäden aufwies, wurde komplett von den Setzlingen befreit und „eingemulcht“. Das war die Vorbereitung des Bodens für die diesjährige Bepflanzung.

Allerdings habe die große Hitze auch für einige Vorteile gesorgt, räumt Tacke ein. Das Unkraut sei gewachsen und habe durch seinen hohen Wuchs etwa die Hälfte der Setzlinge schützen können. Außerdem seien die größeren Bäume erheblich weniger von Insekten befallen worden.

Tacke wird jetzt das „Feld neu bestellen“. Dabei taucht dann aber gleich das nächste Problem auf. Das Unkraut, welches die jetzt noch intakten Setzlinge vor der Hitze schützte, muss nun weg. Und da ist reine Handarbeit gefragt. Denn der Raum zwischen den kleinen Nordmann-Tannen kann maschinell nicht gemäht werden, da er viel zu eng ist. Tacke muss daher in diesem Bereich des Feldes zur guten, alten Sense greifen und mähen, um das Unkraut auf diese Weise zu beseitigen. Erst dann ist der Besatz mit neuen Setzlingen möglich.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare