Nachrodter Grundschüler gehen singend in die Ferien

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Von den Zuschauertribüne aus konnten die vielen Mitschüler, Geschwister, Eltern und Großeltern das weihnachtliche Programm der Grundschüler gut verfolgen.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Mit einem stark musikalisch geprägten Programm haben sich die Nachrodter Grundschüler am Freitagmorgen in die Weihnachtsferien verabschiedet. In der Lennehalle unterhielten sie Mitschüler und Geschwister, Eltern und Großeltern mit Liedern, Gedichten und szenischem Spiel zur Weihnachtszeit.

Mit einem Klassiker eröffneten Aktive und Publikum gemeinsam die adventliche Stunde: Mit Detlev Jöckers Lied „Dicke rote Kerzen“ beschrieben sie die Stimmung vor dem Weihnachtsfest. Einige bekannte weihnachtliche Lieder erklangen anschließend aus den Kehlen des vielstimmigen Schulchores, begleitet von Musiklehrer Florian Rosenthal am Keyboard.

Weihnachtssingen der Grundschule Nachrodt

Die Klasse 1a machte sich dann daran, einer geheimnisvollen Maus auf die Schliche zu kommen, die nur einmal im Jahr – vor Weihnachten – ihr Unwesen treibt und Festgebäck, Marzipan und andere Leckereien vertilgt. Die Verse des Gedichtes „Die Weihnachtsmaus“ aus der Feder des norddeutschen Dichters James Krüss trugen die Erstklässler abwechselnd vor.

Ebenfalls ein Gedicht hatte die Klasse 2a für diesen Morgen vorbereitet. Darin buchstabierten einige die Weihnachtszeit in der Reihenfolge der Buchstaben des Alphabets, während die Mitschüler die jeweils passenden Buchstaben hoch hielten. Die Klasse 2b hatte sich dagegen für ein Lied entschieden. Singend beschrieben sie die „große Kleckerei“ in Rolf Zuckowskis „Weihnachtsbäckerei“. Einige Verse untermalten sie dabei mit den passenden Gesten, so dass der Vortrag zu einer schwungvollen Präsentation geriet.

Die Klassen 4 a und 4 b hatten sich für ihren Part zusammengetan und dann eine Jungen- und eine Mädchengesangsgruppe gebildet. Wie Marvin Gaye und Tammi Terrell in dem Anti-Rassismus-Film „Gegen jede Regel“ trugen die beiden Gruppen gewissermaßen im „Duett“ den Soul-Klassiker „Ain’t noch mountain high enough“ vor, ein Plädoyer dafür, dass man gemeinsam alles schaffen kann.

Richtig weihnachtlich wurde es dann noch einmal bei der aufwändig inszenierten Darbietung der Drittklässler. Sie luden das Publikum zu einer musikalischen Weihnachtsreise ein, die von Schweden über die Vereinigten Staaten bis nach Bethlehem führte. Weiß gekleidete Mädchen, die um ein weiteres Mädchen mit Lichterkranz auf dem Kopf herum tanzten, symbolisierten das Luciafest, wie es im Dezember in vielen Ländern Skandinaviens gefeiert wird. Wie in den USA Weihnachten gefeiert wird, verdeutlichten einige Jungen, die ausgelassen und fröhlich um einen Klassenkameraden mit Rentiergeweih aus Plüsch und roter Nase herumhüpften – natürlich zu dem Lied, in dem das rotnasige Rentier Rudolph besungen wird. Nachdem in einem dritten Bild die Heiligen Drei Könige die Szene betreten hatten, entwickelte sich das Geschehen der Geburt Christi, wie es aus der Bibel bekannt ist: Die Hirten auf dem Feld werden von einem Engel darauf aufmerksam gemacht, dass in einem Stall in der Nähe ein neuer König geboren wurde. Sie machen sie auf den Weg und finden das Jesuskind, in der Krippe liegend. Die ganze Darbietung kam trotz ihrer Komplexität mit ganz wenig Text aus, sie lebte vielmehr vom Spiel der Akteure – und erhielt viel Applaus von den Zuschauerrängen.

Die Schüler und ihr Publikum waren zum Abschluss der kleinen Feier noch einmal gemeinsam gefordert. Zusammen stimmen sie das englische Weihnachtslied „We wish you a merry christmas“ und das Volkslied „Auld lang syne“ an, das im englischen Sprachraum traditionell zum Jahreswechsel gesungen wird. Das passte, denn in diesem Jahr werden sich Schüler und Lehrer nicht wiedersehen. Nach dem Weihnachtssingen gestern Morgen begannen für die Grundschüler die Weihnachtsferien, die erst am 7. Januar enden. - Volker Griese

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