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Weihnachtsmarkt: Fußballer sagen ab – Irritationen nach Mail

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Am Wochenende kommt auch der Weihnachtsmann zum Weihnachtsmarkt. Aber die Fußballer haben ihren Stand abgesagt.
Am Wochenende kommt auch der Weihnachtsmann zum Weihnachtsmarkt. Aber die Fußballer haben ihren Stand abgesagt. © Fischer-Bolz, Susanne

„Es ist ein großes Missverständnis“, sagt Jan Schröder, Vorsitzender der Sportvereinigung Nachrodt. Nach einer Mail von ihm an die Freunde und Mitglieder der SpVgg, in der die Fußballer ihre Absage beim Weihnachtsmarkt verkünden, hat es einige Irritationen gegeben, um es vorsichtig zu formulieren.

Nachrodt-Wiblingwerde –Hans Wehr, Mitorganisator des Weihnachtsmarktes, war stocksauer. Denn die Fußballer haben am Samstag vier Jugendspiele und ein Topspiel in der Kreisliga A und wollen im Mestekämper Stadion die Gäste mit Grillwürstchen und Getränken versorgen. Eine Gegenveranstaltung zum Weihnachtsmarkt?

Manpower fehlt

„Natürlich nicht“, sagt Jan Schröder. „Es fehlt uns einfach die Manpower, um beim Weihnachtsmarkt mitzumachen. Wir haben wenig bis gar keine Rückmeldung bekommen und der Vorstand kann so eine Veranstaltung nicht alleine stemmen. Definitiv hat es nichts mit dem Spieltag zu tun“, versichert Jan Schröder und erklärt weiter. „Wir machen nur den normalen Verkauf wie bei jedem Spieltag.“ Im nächsten Jahr wolle man auf jeden Fall einen Stand beim Weihnachtsmarkt aufbauen. „Auch alle Spiele, die auf den ersten Advent fallen, werden wir im nächsten Jahr sofort verlegen“, verspricht der SpVgg-Vorsitzende. Jan Schröder glaubt nicht, dass der Spieltag der SpVgg die Besucher vom Weihnachtsmarkt weglockt. „Ich möchte gar kein Theater haben. Meine Mail ist falsch interpretiert worden. Wir bekommen 15 bis 20 Parkplätze und haben alle Mitglieder angeschrieben, zu Fuß zukommen, die Fremdvereine mit wenigen Autos, damit der Weihnachtsmarkt nicht betroffen ist.“

Wogen glätten

Damit die Wogen geglättet werden, hat Jan Schröder eine zweite Mail verschickt und die Mitglieder aufgerufen, zum Weihnachtsmarkt zu gehen. „Nach dem Spiel der ersten Mannschaft schließen wir auch direkt das Vereinshaus, damit die Leute zum Weihnachtsmarkt gehen. Eine Parallelveranstaltung war nie die Absicht.“

„Wir werden damit leben müssen“

Unterdessen ist die Wut auch bei Hans Wehr verraucht. „Wir werden damit leben müssen“, sagt der Weihnachtsmarkt-Mitorganisator. Dass mehrere Sachen in Nachrodt nebeneinander laufen, sei so oder so nicht glücklich. „Es ist ja fürchterlich, wenn wir uns untereinander Probleme bereiten“, findet Hans Wehr auch mit Blick auf das Adventsansingen in Wiblingwerde, das ebenfalls am Samstag stattfindet. Nur könne man den Weihnachtsmarkt nicht auf den zweiten Advent verlegen, weil dann alle Besucher mit Adventskränzen und Adventsschmuck längt versorgt seien. Für die Aussteller eine Katastrophe.

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