Stand der Feuerwehr als „letzte Bastion"

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Christian Pohlmann schlüpfte in das Weihnachtsmann-Kostüm und beschenkte die Kinder.

Nachrodt-Wiblingwerde -  „Es schneit, es schneit, kommt alle aus dem Haus.“ So schön wie die Mitglieder des Gitarrenkreises Altena sangen und spielten, so schön war es draußen. Bei etwa neun Grad. Und trocken. Wenigstens am Samstag. Den Regen-Sonntag hätte man fast abhaken können, wenn man nicht die Nachrodter kennen würde: Die kommen immer. Und es bedurfte keiner einzigen Schneeflocke, um ein herrliches Weihnachtsmarkt-Feeling aufkommen zu lassen.

 Dicht umzingelt war der Weihnachtsmann. Und warm ums Herz wurde ihm sowieso, als die Kinder nach und nach von ihren Weihnachtswünschen erzählten und sich manche gar trauten, auf seinen Schoß zu klettern. Zuvor waren die vielen Kreativstände eröffnet worden. Mit dabei war zum Beispiel Beate Kemper, die Stulpen in allen Varianten genäht hatte, und die schon viele Jahre zum Weihnachtsmarkt nach Nachrodt kommt. „Die Geschäfte laufen in Altena zwar besser, aber hier ist die Atmosphäre so schön“, erzählte die Kunsthandwerkerin und strickte vor Ort noch eine Rose, die an die Filzpantoffeln gehörte.

Birgit Büscher präsentierte viele Dinge rund ums Tannengrün und auch selbstgemachte Marmeladen und Liköre. Die Hemeranerin hat eine besondere Beziehung zu Nachrodt, ist sie doch am Holensiepen zur Schule gegangen. „Wenn man hier oben steht, denkt man gleich, dass es Zeugnisse gibt“, schmunzelte sie. Alles, was mit Papier zu tun hat und was man daraus zaubern kann, zeigte Heike Hülle-Bolze an ihrem Stand. Die Kartengeschenkideen kamen ebenso gut an wie die ungewöhnlichen Schmuck-Ideen von Sandra Fobbe und Lisa Balbo aus Iserlohn. Lesezeichen und Schlüsselanhänger mit Perlen und Glassteinen gab es zu bewundern.

Arbeitskreis zufrieden

Kissen, Decken, Läufer, Mini-Wichtel-Anhänger und natürlich Adventsgestecke: Man konnte stöbern und stöbern und hatte immer noch nicht alles gesehen. Etwas abseits, hinter der Cafeteria, waren die Stände der Krimiwerkstatt „Sargfabric“, der Sparkasse inklusive Tresor und einem Schlüsselgewinnspiel und ein großer Stand mit selbst gebauten Krippen, Schiebekrippen („die haben wir ganz neu im Sortiment“), Vogelhäuschen und Elche samt Beleuchtung vom Gut Sassenscheid.

Die Aussteller machten allesamt nicht das „Geschäft ihres Lebens“, waren aber auch nicht unzufrieden und meldeten sich zum großen Teil gleich fürs nächste Jahr an. Da die Temperaturen mehr als erträglich waren, konnten sich die Gäste auch draußen gut aufhalten. Dass die Buden etwas enger zusammen standen, kam gut an. Am UWG-Stand gab es neben Blut-, Leber- und Mettwurst auch Götterspeise in Spritzen und Eierpunsch. Satt werden konnte ein jeder, denn der Förderverein der Feuerwehr hatte sich auf Hotdogs spezialisiert, der Bürgerbusverein bot gebratene Champignons, die Ditib-Gemeinde türkische Spezialitäten und die SPD hatte unter anderem Crêpes im Angebot. Und sonst? Schön war auch das Rahmenprogramm mit dem MGV Frohsinn und den Ventilisten, mit dem Gitarrrenkreis und dem Kinderschminken.

 Der Arbeitskreis Weihnachtsmarkt kann rundherum zufrieden sein. „Ich habe noch nie so viele zufriedene Stimmen gehört“, sagt Hans Wehr. Selbst am Regensonntag seien die Leute gern gekommen, hätten sich Mittagessen geholt oder gemütlich in der Cafeteria gesessen. Dass am ersten Weihnachtsmarkt-Tag bis in die Morgenstunden – man munkelt bis 4.15 Uhr – gefeiert wurde und der Stand der Feuerwehr wieder die „letzte Bastion“ war, spricht für einen Weihnachtsmarkt mit Familienfestcharakter. „Mehr Komplimente kann man nicht bekommen“, so Hans Wehr.

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