Vorbereitungen für Weihnachtsmarkt: „Wir machen keine Mätzchen"

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Hoch hinaus: Um die Lichterschläuche zu installieren, stieg Bernd Fischer in den Hubwagen.

Nachrodt-Wiblingwerde  -  Für Bernd Fischer ist Höhe augenscheinlich so gar kein Problem – obwohl er in luftiger Höhe arbeitet und der Hubsteiger wackelt. „Alles, was nicht wackelt, ist zu starr und bricht“, schmunzelt er. Und irgendwie müssen die neuen Lichtschläuche für den Weihnachtsmarkt ja in die Fichte auf dem Schulhof. Viele Meter hoch.

Anschlüsse, Stecker, Verteiler: Jan Schneider hatte im Vorfeld einiges zu tun. Eine schöne Beleuchtung gehört natürlich zum bezaubernden Weihnachtsmarkt in Nachrodt, der an diesem Wochenende, Samstag und Sonntag, stattfindet. 

Jan Schneider, Hans Wehr, Johannes und Bernd Fischer sind für die Vorbereitungen am Holensiepen zusammengekommen.

„Beim ersten Weihnachtsmarkt haben wir das mit der Drehleiter im Sturm gemacht“, lacht Jan Schneider bei der Erinnerung an windige Zeiten. Der Hubsteiger heute ist geliehen von der Firme Moldenhauer aus Altena. 

Die Plakate, die auf das zweitägige Fest aufmerksam machen, hängen natürlich längst. Aber wirklich auffällig sind sie nicht. „Zu dunkel und zu bunt“, sagt Jan Schneider. Und Hans Wehr gibt ihm recht: „Die schmeißen wir weg und nächstes Jahr gibt es neue.“

Mehr als 200 Euro

 Übrigens: Ein Dankeschön geht an die Bäckerei Büsch, die für den Weihnachtsmarkt 125 Stutenkerle stiftet, und an Edeka für 125 Brezeln. Und: In den Spardosen bei Edeka sind deutlich mehr als 200 Euro als Unterstützung für das zweitägige Fest eingegangen. Der Weihnachtsmarkt ist in diesem Jahr etwas komprimierter.

„Wir in Nachrodt wollen einen gemütlichen Bürgerweihnachtsmarkt. Wir machen keine Mätzchen, wir brauchen keine Gaukler. Die Vereine und die Aussteller sollen ihren Platz finden. Und ein bisschen Konzert soll es natürlich auch geben“, sagt Hans Wehr zum Konzept.

Dass viele, viele Weihnachtsmärkte drumherum sind, dass viele Städte größere Möglichkeiten haben und bieten, bereitet keine Sorgen. „Wir sind in Nachrodt authentisch. Wir kaufen nichts von außerhalb ein, sondern hier finden die Leute alles, was Nachrodt ausmacht. Wir wollen gemeinsam den Advent eröffnen.“

Zwei Feste gleichzeitig

Dass es schade ist, dass mehr oder weniger gleichzeitig morgen auch das „Ansingen im Advent“ in Wiblingwerde stattfindet, ist für Hans Wehr keine Frage. Er möchte sich mit Dr. Christian Schulze vom Heimat- und Verkehrsverein zusammensetzen, „um dann zu schauen, ob wir nicht beide Veranstaltungen besser unter einen Hut bekommen.“ Ein Gemeindekonzept sei eine gute Idee, wie bei Lenne lebt.

 Auch Christian Schulze findet eine gemeinsame Strategie sinnvoll. Möglich machen könnte dies ein neues Leaderprojekt, für das alle Nachrodt-Wiblingwerder Vereine angeschrieben wurden. In der Startphase sind jetzt der Heimat- und Verkehrsverein, der TV Wiblingwerde und der Bürgerbusverein mit von der Partie. Geplant ist, einen gemeinsamen Flyer zu erstellen. „Bei dieser Koordinationsplattform kann man demnächst vielleicht Terminüberschneidungen vermeiden.“

Fakt ist: Beide Veranstaltungen haben Tradition, an beiden Veranstaltungen hängt viel Herz. „Die erste Kerze brennt am ersten Advent. Das ist schlecht verlegbar“, sagt Siegfried Kruse, der sich federführend um das Fest in Wiblingwerde kümmert, das morgen um 17 Uhr in der Dorfkirche eröffnet wird. 

Siegfried Kruse sieht nur die Alternative, dass der Weihnachtsmarkt verschoben wird. Schade ist es allemal – denn die meisten Nachrodt-Wiblingwerder werden sich entscheiden wollen: für die eine und gegen die andere Veranstaltung. „Gerade in einer kleinen Gemeinde, in der es nicht so viele Veranstaltungen gibt, sollte es eigentlich solche Überschneidungen nicht geben“, meint Bürgermeisterin Birgit Tupat.

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