Spenden für arme Kinder

Ist denn schon Weihnachten? Geschenke-Aktionen startet

Anke Schulte organisiert mit der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Nachrodt.
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Anke Schulte organisiert mit der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Nachrodt.

Geschenke packen für Weihnachten: Das sollen und können die Nachrodter und Wiblingwerder jetzt schon - und zwar für den guten Zweck. Eine besondere Aktion für Kinder in armen Ländenr startet.

Nachrodt-Wiblingwerde – Buntstifte und Anspitzer, Malkästen und Pinsel, Stickerbögen und Lineale: Es gibt so viele schöne Dinge, die in einen Schuhkarton passen – und mehr als ein Glücksmoment an Weihnachten für Kinder in Bulgarien, Kroatien, Lettland, Rumänien oder auch im krisengeschüttelten Weißrussland sein können. Dahin gehen nämlich die Päckchen aus dem deutschsprachigen Raum in diesem Jahr. „Wir hoffen, dass es jetzt 150 Päckchen werden“, sagt Anke Schulte, die gemeinsam mit der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde wieder die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ organisiert.

Im vergangenen Jahr konnten 105 Päckchen aus Nachrodt-Wiblingwerde auf die Reise geschickt werden. „Da schaffen wir bestimmt mehr“, ist Anke Schulte zuversichtlich, dass viele Menschen gern notleidenden Kindern eine Freude machen wollen. Im vergangenen Jahr wurden mit der Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ weltweit rund 9,3 Millionen Kinder in etwa 100 Ländern erreicht.

Schöner Karton und „Wow-Geschenke“

Anke Schulte hat selbst auch schon Mützen, Schals, Schulsachen und kleine Spiele gestapelt. Damit man nicht „wild irgendetwas kauft und einpackt“, gibt es Wegweiser und Hilfestellung. So können die Wunscherfüller nun Schuhkartons für Jungen und Mädchen zwischen zwei und vier Jahren, fünf bis acht Jahren und zehn bis 14 Jahren packen. Dazu gibt es passende Etiketten für den Schuhkarton, der eine Größe von 30 x 20 x 10 Zentimeter haben sollte.

„Und natürlich sollte der Karton schön mit Weihnachtspapier oder bunten Aufklebern beklebt sein. Dann ist auch schon der Karton ein erstes Geschenk“, meint Anke Schulte, die ab dem 25. Oktober die Päckchen bei sich zu Hause in Rennerde 24 freitags nachmittags entgegennimmt. Auch im Gemeindehaus der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde an der Wiblingwerder Straße 3 können die Geschenke-Kartons abgegeben werden.

Offizielle Abgabe vom 8. bis 15. November

Darin können sich auch „Wow-Geschenke“ wie ein Kuscheltier oder eine Puppe befinden, oder auch Süßigkeiten, die aber auf jeden Fall ein Mindesthaltbarkeitsdatum bis März 2022 haben müssen. Gut gebrauchen können die Kinder aber auch Spielzeug, Schulsachen oder Kleidung. Dass dies alles nicht gebraucht sein sollte, versteht sich von selbst.

Die Nachrodt-Wiblingwerder können zwar schon im Oktober loslegen und Pakete bringen, der offizielle Abgabetermin für die Weihnachts-Päckchen ist aber erst zwischen dem 8. und 15. November. Wichtig ist: Die Päckchen dürfen nicht zugeklebt werden, weil die Organisatoren auch immer noch einen Blick ‘reinwerfen. Manchmal passiert es nämlich, dass Dinge dort hineingelegt werden, die da nicht hingehören – wie nicht eingepackte Seifen zum Beispiel.

Von Nachrodt nach Berlin und dann in die Welt

Für Anke Schulte ist „Weihnachten im Schuhkarton“ eine Herzensangelegenheit. Sie hat in der Gemeinde Flyer und Plakate verteilt und möchte die Erfolgsgeschichte, die Inge und Hermann Hülle 17 Jahre mit großem Engagement in Nachrodt-Wiblingwerde aufgebaut haben, fortführen. Das hat im vergangenen Jahr schon gut geklappt und soll noch besser werden. Die kleinen Päckchen werden übrigens in großen Kartons für den Transport vorbereitet, der Anfang Dezember zunächst nach Berlin geht.

Dort werden alle Schuhkartons auf die Einhaltung der Bestimmungen durchgesehen, wobei zollrechtlich unzulässige Gegenstände anderen wohltätigen Zwecken gespendet werden. Das Motto in diesem Jahr heißt „Jedes Kind zählt. Jedes Kind ist geliebt. Jedes Kind verdient Wertschätzung. Mehr Infos gibt es im Internet unter www.die-samariter.org.

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