Warntag: Hier heulen die Sirenen in Nachrodt

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Die Sirene auf dem Amtshaus.

Nachrodt-Wiblingwerde – Am 5. September heulen in ganz NRW die Sirenen - beim landesweiten Warntag. Neun Sirenen gibt es in  der Gemeinde. Doch nicht alle sind auf dem neuesten Stand.

Landesweit heulen am Donnerstag, 5. September, um 10 Uhr die Sirenen. Rund 150 sind im Rahmen des zweiten landesweiten „Warntags NRW“ im Märkischen Kreis zu hören. In Nachrodt sind es neun. 

Gemeindebrandmeister Mark Wille weiß alles über die Warnanlagen in der Doppelgemeinde. Anders als in anderen Kommunen, wo Sirenen abgeschafft wurden und nun teilweise wieder installiert werden, hat Nachrodt-Wiblingwerde „immer Sirenen gehabt“, sagt er. 

Allerdings seien es etwa zu Zeiten des Kalten Krieges einige mehr gewesen. Bei zwei der neun Sirenen, auf dem Gebäude der Walzwerke und an der Turnhalle Holensiepen, handelt es sich um neue Geräte der digitalen Generation. 

Sieben sind schon älter und ähneln in ihrer Form einer umgedrehten Schüssel. Deren Standorte: Amtshaus, Schillerstraße, Hohenhagen (Wiblingwerde), Brenscheid, Grundschule Wiblingwerde und Wörden. Auf der alten Schule in Verserde befindet sich derzeit ebenfalls noch eine der älteren Sirenen, sie soll aber im Laufe des Jahres umgerüstet werden. 

Rund 7000 Euro kostet eine neue Sirene, sagt Mark Wille. Der Austausch geschieht nach einer so genannten Beschallungsübersicht, bei der auch das Geländeprofil berücksichtigt werden muss. 

Für die Alarmierung der Feuerwehren werden die Sirenen im Übrigen nicht mehr benötigt. Das geschieht seit den frühen 2000er Jahren nur noch über Meldeempfänger. 

Wozu dient der Warntag dann? Dabei werden zum einen die Warnmittel getestet, zum anderen soll der Bevölkerung die Bedeutung der Signale vermittelt werden. Mark Wille fasst die wichtigsten Regeln für den Fall einer Katastrophe zusammen: „Fenster und Türen zu, Klimaanlage aus, Radio an.“ 

Die Sirenen im Kreisgebiet werden von der Kreisleitstelle aus zentral angesteuert. Es werden folgende Signale ausgelöst: Entwarnung – fünf Minuten Pause –Warnung der Bevölkerung – fünf Minuten Pause – Entwarnung. In einigen Kommunen werden die verschiedenen Signale direkt hintereinander ertönen. 

Parallel wird eine Nachricht auch über die WarnApp „Nina“ versendet. Diese Smartphone-App ist auf der Seite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zu finden. Der „Warntag NRW“ steht unter dem Motto „Zusammen warnen“. Denn beim Warnen sind neben der Feuerwehr viele weitere Organisationen beteiligt, unter anderem der Deutsche Wetterdienst (DWD), der WDR Rundfunk und die Kommunen. 

So soll am 5. September über das Zusammenspiel und die Funktionen der beteiligten Akteure informiert werden. Gleichzeitig sollen die Bürger für das Thema sensibilisiert werden. „Was bedeutet das Signal und wie muss ich mich jetzt verhalten?“ Diese Frage soll nicht erst im Ernstfall auftauchen. „Deshalb wollen wir mit dem landesweiten Warntag vorsorglich sensibilisieren und informieren“, sagt Innenminister Herbert Reul. 

Den landesweiten Warntag hat er ins Leben gerufen, um die kommunalen Warnkonzepte gebündelt zu proben und Schwachstellen zu erkennen. „Die Kommunen im Märkischen Kreis haben in den vergangenen Jahren wieder verstärkt in den Aufbau der Sirenen zur Warnung der Bevölkerung investiert“, sagt Kreisbrandmeister Michael Kling, der in Nachrodt-Wiblingwerde zuhause ist. Dabei sei der Stand in den einzelnen Kommunen sehr unterschiedlich. Einige Städte und Gemeinden haben bereits ein flächendeckendes Netz, andere Kommunen befinden sich noch im Ausbau. Wie die Doppelgemeinde.

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