30 Wanderer auf Tour mit dem AK in Wiblingwerde

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Gesellige Gruppe: 30 Leser wanderten mit.

Nachrodt-Wiblingwerde – Mit 30 Lesern war das AK auf Wanderschaft. Eine anspruchsvolle Tour mit vielen Überraschungen.

16.144 Schritte, 11,45 Kilometer und „28 Stockwerke“ meldet der Schrittzähler im Smartphone. Der Anstieg von der Becke bis zur alten Heide hätte mindestens doppelt zählen müssen. Für Ungeübte war die Wanderung, die das AK mit Siegfried Kruse vom Heimat- und Verkehrsverein anbot, eine Herausforderung. 

Doch über das Gejammer der AK-Redakteurin („Wird das noch steiler?“) konnten die 30 gut ausgerüsteten und gut gelaunten Aktiven beim Streifzug durch die wunderbare Landschaft nur schmunzeln. Auf einem uralten Rundwanderweg zwischen Wiblingwerde und Verserde war die große Truppe unterwegs. 

Inspektion des neuen Maibaums

Damit niemand verloren ging, war vorneweg Siegfried Kruse als Wanderführer und hinten, als Nachhut sozusagen, Jens Grote. „Wir hatten eine großartige Gemeinschaft, und es war toll, wie die Gruppe eine freundliche Atmosphäre verbreitet hat“, sagt Siegfried Kruse.

30 Wanderer, ein Streifzug, viel Vergnügen

Tatsächlich konnte man nur guter Dinge sein, denn die Wanderer erlebten ein dreieinhalbstündiges Bergauf und Bergab mit dem frischen Duft der Wälder, mit herrlichen Aussichten, mit Wiesen und Laub und mit einem Blick auf ein Weinanbaugebiet. 

Auf dem Fabrikenpfad

Los ging es vom Dorfplatz Richtung Wörden, ein Stückchen durch das Pastorenwäldchen, wo sich nach Kyrill ein wild wachsender Birkenwald gebildet hat. An einer Birke hängt eine Markierung. Sie wird mit Genehmigung der Kirchengemeinde der nächste Maibaum werden. 

Dass der Rundweg mit der Nummer 14 ein kleines Stückchen an der K24 entlang führte, störte nicht, denn sogleich kam der Abzweig Wörden und später ging es am nächsten Abzweig am Hang entlang leicht bergab in den Wald hinein, wo man noch die Spuren des alten Fabrikenpfads entdecken konnte. Siegfried Kruse erzählte von den Arbeitern aus Wiblingwerde und Veserde im vorigen Jahrhundert, die den Pfad nutzten, um ins Nahmer Tal zu kommen, wo Industrie angesiedelt war. 

Pilz als Fußball genutzt

Großartig waren die Aussichten unterwegs. Auf der gegenüberliegenden Seite konnten die Wanderer das Jugendheim auf dem Ahorn sehen. Später erblickten sie den Höhenrücken bis Böllig und Albringwerde. Ganz plötzlich und unerwartet stand ein Bovist am Wegesrand. Der Pilz hat einen kugelförmigen Körper und manche Unwissende, so erzählte Siegfried Kruse, kicken seine Artgenossen traurigerweise als Fußball durch die Gegend. 

Rast als Überraschung

Nach dem Anstieg nach Veserde, der durchaus anstrengend, aber zu schaffen war, freuten sich die Wanderer sehr über die Überraschung vom Heimat- und Verkehrsverein. Denn Reinhard und Karin Ittershagen sowie Gerd Nolte hatten eine schöne Rast mit Getränken und kleinen Snacks vorbereitet. Sogar Sitzgelegenheit hatten sie am Abzweig Telegraph organisiert. 

Die Stärkung kam wie gerufen, denn die Tour war noch lange nicht geschafft. Nun ging es durch Veserde über Hartmoll mit großem Staunen über das größte Weinanbaugebiet von Nachrodt-Wiblingwerde („Weißwein, Rotwein und Schorle“) und über abschüssige Wiesen, wo die witzige Geschichte vom Hanghuhn die Runde machte. 

Becke fast verschwunden

Von der Wiesenlandschaft in die Säulenhalle des Laubwaldes hineinzutreten, war schon ein besonderes Erlebnis. Das Flüsschen Becke war allerdings bis auf eine Pfütze ausgetrocknet. Und dann kam der erste richtige Aufstieg, denn irgendwie musste die Truppe wieder nach Wiblingwerde kommen. Bis zur alten Heide zog es sich durchaus beachtlich.

„Das war eine schöne und abwechslungsreiche Runde“, meinte Andrea Severin aus Evingsen. Auch Marlies Stefan war voll des Lobes: „Im Sauerland muss man mit den Anstiegen eben rechnen“, sagte die 76-Jährige schmunzelnd.

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