Walzwerke investieren 2,5 Millionen Euro

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Dr. Bodo Reinke vor der Halle. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Bei den Walzwerken Einsal steht nichts still. Hier ist immer etwas in Bewegung. In dem gewaltigen Industriekomplex in Einsal wird erneut investiert. Diesmal wird jene große Halle saniert, in der die unter anderem die Jubiläumsfeierlichkeiten stattfanden. Die dort vorhandenen Anlagen wurden entfernt und an anderer Stelle eingesetzt.

Die Präparierung der Halle ist umfangreich: Dachsanierung, neue Fenster, Putzarbeiten, neue Beleuchtung, neue Heizung, neue Wärme-Isolierung, neue Medienversorgung und natürlich Betonvorarbeiten für die Fundamente der neuen Anlage werden derzeit dort vorgenommen.

Die neue Anlage - das ist eine Ziehbank mit einer speziellen umweltfreundlichen, bei den Walzwerken entwickelten Technologie, welche durch das Umweltministerium mit 780 000 Euro gefördert wird (wir berichteten). Im Herbst wird die Anlage geliefert und installiert. Stäbe mit größeren Abmessungen werden auf der Bank dann gezogen.

Wie Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer bei den Walzwerken Einsal erläuterte, sei die neue Anlage von den reinen Produktionskosten her günstiger, die Investition rechne sich langfristig. Das Investitionsvolumen inklusive Herrichtung der Halle bezifferte Reinke mit 2,5 Millionen Euro.

Umweltfreundlich

Bei der neuartigen Anlage wird der gesamte Ziehprozess wesentlich umweltfreundlicher gestaltet. Dies wird durch den Einsatz gezielter Induktionserwärmungsanlagen erreicht. Für die Walzwerke zählt auch die Einsparung an Kosten. Durch die vorgesehenen Maßnahmen rechnet man bei den Walzwerken, dass pro Jahr 100 000 Kubikmeter Gas und 50 000 Kilowattstunden Strom eingespart werden.

Bei den Walzwerken Einsal (Rund 300 Mitarbeiter) läuft es schon länger wieder rund, Kurzarbeit sei aktuell kein Thema, erläuterte Geschäftsführer Reinke. Und man habe sich auch anstrengen müssen, die anstehenden Aufträge noch vor den Sommerferien abzuarbeiten. Vorsichtig, aber dennoch optimistisch zeigte sich der Walzwerke-Geschäftsführer für die nächste Zukunft. Es gelte abzuwarten, was noch an Aufträgen hereinkomme.

- Peter von der Beck

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