Walzwerke Einsal verstärken Messepräsenz

Stabmaterial, produziert von den Walzwerken Einsal.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Walzwerke Einsal werden die „wire“ (12. bis 16. April) offensiv nutzen und wollen mit einem erheblich ausgeweiteten Messeauftritt punkten. Die wire hat sich für das Unternehmen dabei als ein besonders wichtiges Marketinginstrument erwiesen.

So manches lukrative Geschäft hat sich im Nachklang zu den vergangenen Messen erwiesen. Falk Wessel, Vertriebsmitarbeiter: „Die wire ist für uns die Hauptmesse, in die wir personell und finanziell sehr stark investieren. Dabei gelte die wire als „die Kommunikationsplattform für all jene Unternehmen innerhalb der großen Stahlfamilie“. Kleinere Fachmessen - die würden den Walzwerken nicht unbedingt etwas bringen.

 Die Bedeutung der wire für das Unternehmen wird dadurch unterstrichen, dass die Verantwortung und Planung des Messeauftritts in den Händen eines Dreierteams liegt. Azis Bouqayoua, seit 26 Jahren bei den Walzwerken, Falk Wessel, 12 Jahre dabei und die fast ausgelernte Auszubildende Stefanie Syplie kümmern sich um die Vorbereitung. Für Azubi Sypli wird die Messe gar zum Abschlussprojekt ihrer kaufmännischen Ausbildung. Sie initiierte unter anderem eine Ausschreibung für den Messebau. Am Ende entschied man dann „im Marketingkreis“ des Unternehmens, welcher Messebauer das Rennen machte. Jetzt werden sich die Walzwerke dann auf 50 Quadratmetern und mit einem neuen moderneren Konzept präsentieren.

Gezielte Einladungen wurden nicht geschrieben, aber bei jedem Kunden- oder auch Lieferantenkontakt wurde auf die Messepräsenz der Walzwerke hingewiesen, Flyer gedruckt, die Homepage genutzt. Auch etliche konkrete Termine wurden bereits gemacht. Erstmals werden die Verkaufs- und Vertriebsmitarbeiter auch in Düsseldorf übernachten, um sich die Option für abendliche Geschäftsessen offen zu halten. „Die Agenda steht,“ hieß es. Vor Ort werden dann natürlich die komplette Verkaufsmannschaft sein, alle Einkäufer, sämtliche kaufmännischen Azubis. Für eine kontinuierliche Standbesetzung ist gesorgt. Etliche Mitarbeiter werden allerdings auch ausschwärmen und bestehende und potenzielle Kunden und Lieferanten besuchen.

Sprachlich ist man für das internationale Publikum gerüstet. Es gibt Mitarbeiter die holländisch, türkisch, italienisch, englisch und französisch sprechen können. Das sei auch alles kein Problem, hingegen benötige man höchstens eine Schulung für deutsche Mundarten - da gebe es manchmal mehr Schwierigkeiten bei der Verständigung als mit englisch sprechenden Asiaten.

Ansonsten gehe es sehr bodenständig zu, ein paar Snacks oder Häppchen und Getränke - das genüge den Kunden. Extravagantes - das benötige man nicht.

Die Walzwerke zeigen auf der wire einen Auszug ihres Programms: von den Warmwalz- bis hin zu den Profilziehereiprodukten. Auch die Turbinenschaufeln der Energietechnik Einsal werde man „mit dabei stellen“. Doch den Fokus legen man bei der Messepräsenz auf das Stabmaterial, sagte Verkaufsmitarbeiter Bouqayoua. Inzwischen kommt das Unternehmen den Kunden soweit entgegen, dass die „kaum noch etwas mit dem Material“ machen müssten. Ein Plus. Breit aufgestellt sind die Walzwerke, das Kundenspektrum reicht von der Autoindustrie (Getriebeteile) bis hin zur Medizintechnik (Prothesen).

Und trotz aktueller Kurzarbeit - man ist optimistisch: „Es wird Frühling, es gibt Bewegung am Markt “, sagten Wessel und Bouqayoua. Schwierig sei nur die Situation auf dem Vormaterialmarkt. Da gebe es schon Kontingentierungen und Preiserhöhungen.

Peter von der Beck

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