Walzwerke Einsal gehen unter die Obstbauern

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Die Apfelsorte Goldrenette wächst auf der Wiese der Walzwerke, wie Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer, zeigt.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Walzwerke haben eine neue Branche für sich entdeckt: den Obstanbau. Aber nicht, um Geld zu verdienen. 

Äpfel, Birnen, Pflaumen, Kirschen: Die Walzwerke Einsal sind jetzt unter die Obstbauern gegangen und haben eine große Wiese in der Nähe der Versandhalle für ihr gesundes Vorhaben umfunktioniert. 

Dabei wurde nicht wild gepflanzt. Streuobstwiesen-Experten aus Lüdenscheid standen mit Rat und Tat zur Seite. „Alte Obstsorten waren uns wichtig. Solche, die nicht so bekannt und auch widerstandsfähig sind“, erzählt Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer der Walzwerke Einsal. 

Ob es nächstes Jahr die erste Ernte gibt? „Ich denke, es wird noch etwas dauern“, sagt Dr. Reinke, der sichtlich stolz auf das Obst-Projekt ist. 

Alte Sorten auf 3000 Quadratmetern

Auf 3000 Quadratmetern Hangwiese wurden die Bäume gepflanzt, unter anderem die Apfelsorte Goldrenette von Blenheim. Um 1740 in Woodstock gefunden und nach einem Schloss benannt, soll sie jetzt bald auch in Nachrodt kugelförmige Früchte tragen. 

Und damit die Rehe diese nicht direkt für sich entdecken, ist das Gelände eingezäunt. „Wenn es Früchte geben wird, werden wir sie für Mitarbeiter und Interessierte selbst ernten. Alle reden über regionales Obst. So ein richtig alter Apfel sieht zwar nicht so schön aus, ist aber besonders lecker“, sagt Dr. Bodo Reinke. 

Er selbst kann den Einheitsapfel aus den Supermärkten nicht mehr sehen. „Und wenn er dann aus Neuseeland kommt, bringt es auch nichts, wenn wir die Plastiktüte weglassen“, so der Walzwerke-Chef mit Blick auf den Klimaschutz. Das nicht bebaute Grundstück hat sich geradezu angeboten für die Walzwerke-Obstanbauer.

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