Selbsttests bei Verunsicherung

Unternehmen im MK bietet schon Corona-Tests für Mitarbeiter

Die Nachfrage ist riesig: Alle warten auf Selbsttests. In einem Unternehmen im MK gibt es die bereits für Mitarbeiter, die sicher gehen wollen. Auch zum Impfen hat der Chef eine klare Meinung.

Nachrodt-Wiblingwerde - Während schlechte Nachrichten Selbstläufer sind, hinken gute Nachrichten in der Corona-Zeit hinterher. Umso erfreuter kann Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer der Walzwerke Einsal, vermelden: „Es gibt einen Wiederaufschwung nach der Krise. In den vergangenen Wochen gab es einen erfreulich guten Auftragseingang.“ In Teilbereichen ist man wieder aus der Kurzarbeit heraus.

GemeindeNachrodt-Wiblingwerde
Fläche29,01 km²
Einwohner6533 (2020)

„Der Markt entspannt sich, auch wenn man nicht von heute auf morgen ganze Lieferketten, die zusammengebrochen waren, wieder aufbauen kann. Es wird noch etwas dauern“, so Dr. Bodo Reinke, der auch die vorsichtigen Lockerungen der Schutzmaßnahmen sehr positiv bewertet, damit das gesellschaftliche Leben schrittweise zur Normalität zurückkehren kann.

Walzwerke Einsal in Nachrodt-Wiblingwerde: Verunsichert? Mitarbeiter kann Selbsttest machen

„Ich würde mich freuen, wenn auch individuelle Regelungen erlaubt wären“, sagt Dr. Bodo Reinke mit Blick auf verantwortliches Handeln in Gastronomie und Handel. Bei den Walzwerken gelten natürlich weiterhin alle strengen Schutzmaßnahmen und auch die Homeoffice-Regelungen, bei denen sich die Mitarbeiter der Verwaltung abwechseln. Bei den Selbsttests ist das Unternehmen weit vorne mit dabei.

Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer der Walzwerke Einsal.

Tests, die sich der Geschäftsführer schon im November gewünscht hatte, sind längst im Unternehmen möglich. Nicht bei Corona-Verdachtsfällen, die beim Arzt abgeklärt werden, sondern bei Verunsicherung der Mitarbeiter, die möglicherweise Kontaktpersonen zweiten oder dritten Grades waren, werden die Selbsttests zur Verfügung gestellt. Und genutzt. Bei nur einem Fall gab es ein positives Schnellergebnis.

Walzwerke Einsal in Nachrodt-Wiblingwerde: Impfungen private Verantwortung

Impfungen für die Mitarbeiter vom Unternehmen aus zu forcieren oder Möglichkeiten zu suchen, dies zu beschleunigen, hält Dr. Bodo Reinke allerdings für keine gute Idee. „Ich bin der Meinung, dass dies in der privaten Verantwortung liegt. Ich hoffe, dass sich unsere Mitarbeiter impfen lassen, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht.“

Das Unternehmen hat während der Pandemie übrigens Neues für sich entdeckt. Ein Social-Media-Team berichtet regelmäßig über Neuigkeiten von den Walzwerken zum Beispiel auf Instagram. So stellt sich das 350 Jahre alte Einsaler Werk zeitgemäß auf. Während auf einer neuen Homepage vor allem viele fachliche Informationen zu finden sind, wird es auf Instagram etwas persönlicher. „Gemeinsam an einem Stahl ziehen“ heißt der Slogan.

Walzwerke Einsal in Nachrodt-Wiblingwerde: Persönliche Einblicke per Social Media

So gibt es beispielsweise Azubis, die in Videos von ihrer Ausbildung erzählen, Glückwünsche zu Firmenjubiläen oder auch mit dem Titel „Ich bin Einsal“ kleine Geschichten von Walzwerke-Mitarbeitern.

„Ich poste nicht persönlich, aber ich bringe mich mit Ideen ein. Das macht richtig Spaß“, sagt Dr. Bodo Reinke. Und natürlich macht das Unternehmen auf dem Portal, auf dem besonders viele junge Menschen unterwegs sind, auch auf seine Lehrstellen aufmerksam. Federführend verantwortlich für die sozialen Medien sind Jonas Gütting, Tim Apelt, Christian Entrich, Falko Hankeln und Claudia Neuhaus.  Alle Infos und Entwicklungen zum Coronavirus im MK finden Sie in unserem News-Blog.

Rubriklistenbild: © Zacharie Scheurer

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare