Quietschalarm: Flauschiger Nachwuchs im Waldkindergarten

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Wie niedlich! Küken sind im Waldkindergarten geschlüpft.

Nachrodt-Wiblingwerde – Sie sind süß, flauschig, tapsig und erst ein paar Tage alt: Vier Küken sind im Waldkindergarten geschlüpft. Einem Küken rettete das Team das Leben.

Norbert hat einen kleinen, hellen Fleck auf dem Köpfchen. So kann man ihn gut von Elli und Mia unterscheiden. Das vierte flauschige Baby heißt „schwarzer Stein“ – und ist schon vom Namen her ein Unikat. 

Die vier Küken sind im Waldkindergarten geschlüpft – genauer: im Brutkasten. Groß war die Freude bei den Mädchen und Jungen, aber auch bei Praktikantin Pia May, die das „Küken-Projekt“ für die Kinder initiiert hatte. Gestern sind die Küken ausgezogen. Pia May, die eine Ausbildung zur Kinderpflegerin macht, hatte ihren letzten Arbeitstag und nahm den Hühner-Nachwuchs mit nach Hause. In Rennerde dürfen die Kleinen nun aufwachsen. 

Richtige Umgebung entscheidend

Aufregend und eine Wissenschaft für sich war die Aufzucht im Brutkasten. Erzieherin Heike Märker hatte 15 Eier mitgebracht. Während bei der Naturbrut die Henne für die richtige Umgebung sorgt, muss im Inkubator alles stimmen. „Das ist sehr komplex“, erzählt Pia May. So muss nicht nur die richtige Temperatur von 37,8 Grad, sondern auch die richtige Luftfeuchtigkeit herrschen. Die Eier müssen zudem gedreht werden. Und während man normalerweise davon ausgehen kann, dass die Küken exakt am 21. Tag schlüpfen, kann es im Brutkasten anders sein. 

Tierische Freude bereiten die vier Küken den Kindern Mika, Hannah, Naemi, Erzieherin Marina Hoheisel und Praktikantin Pia May.

So auch im Waldkindergarten. Da erblickten die Küken am 20. Tag das Licht der Welt – „und ausgerechnet da hatten wir geschlossen“, sagt Erzieherin Marina Hoheisel. Die Geburt haben die Kinder also leider nicht hautnah miterlebt. 

Geburtshilfe aus dem Ei 

Und: Bei einem Küken waren die Erzieherinnen einen Tag später noch Geburtshelfer. Das Ei war zwar angepickt, aber das Küken konnte den Weg aus dem Ei nicht finden. „Ganz vorsichtig, Stück für Stück, haben wir geholfen“, erzählt Marina Hoheisel. Die Geburt dauerte fast eine Stunde. Doch durch die Pell-Hilfe wurde dem Küken das Leben gerettet. Ein kleines Stückchen Eihaut klebt auch jetzt noch am Fell – das stört beim Picken aber gar nicht. 

Alles wird angepickt

Apropos Picken: Die Erzieherinnen mussten mit einem Finger-Klopfen den Kleinen zeigen, wie es geht. „Dann lernt der eine vom anderen“, sagt Pia May. Jetzt picken alle vier Küken in ihrer Kinderstube im Waldkindergarten nach allem, was ihnen vor den Schnabel kommt – besonders nach dem Küken-Starter-Futter. 

Kinder kümmern sich rührend 

Für die Kindergartenkinder war das „Küken-Projekt“ etwas Besonderes. Sie schauten täglich nach den Eiern im Brutkasten und waren natürlich besonders hin und weg, als sie die Küken sahen, die erst auf wackeligen Beinchen standen und sofort laut piepten und fiepten. Auch streicheln und auf den Arm nehmen war erlaubt. Kein Wunder also, dass der Auszug der Küken gestern auch etwas traurig war. 

Nach den Sommerferien wollen die Kinder aus dem Waldkindergarten Pia May und die schnell wachsenden Hühner in Rennerde besuchen.

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