Treffpunkt Zwillingsbirke

Waldkindergarten-Kinder gewöhnen sich bei den Wurzelzwergen ein

Blick durch die Gabelung der Zwillingsbirke. Rund um dieses Gehölz gab es für die Kleinen viel zu entdecken.

Nachrodt-Wiblingwerde - Spielen im Wald ist für Kinder immer ein besonderes Abenteuer. Für die Kinder, die sich am Freitagmorgen am Waldkindergarten trafen, ist es aber besonders aufregend, denn sie bereiteten sich auf ein neues Leben als Kindergartenkind vor.

„Heute haben wir jede Menge Wasser auf unserem Bollerwagen und ein paar Töpfe“, erklärte Erzieherin Tatjana Renfordt, die Erzieherin leitet die Waldspielgruppe.

An mehreren Freitagen treffen sich die Kinder mit ihren Eltern, Omas oder anderen Verwandten vor den Toren des Kindergartens am Herlsener Weg. „Die Kinder sollen hier schon einmal den Alltag in unserem Kindergarten kennenlernen. Wir haben hier schließlich ein paar besondere Regeln“, erklärte Renfordt.

Der Morgen beginnt im Waldkindergarten mit dem Morgenkreis. Zur Begrüßung wurde also auch von den Neuen ein Lied gesungen. „Guten Morgen, guten Morgen“, hallte es durch den Wald. Die Kleinen trafen sich bereits zum zweiten Mal und das Lied mit dem eingängigen Text konnten sie schon. Dann ging es auf in den Wald. „Aber nicht zu weit. Nur bis zur Zwillingsbirke, dort warten wir dann bis alle da sind“, mahnte Renfordt.

Für die Waldkindergartenkinder gibt es später im Wald viele unterschiedliche Stationen zur Orientierung und Einhaltung der Regeln, die lernen die Kleinen nun spielerisch in kleinen Gruppen. „Wer möchte, darf vorsichtig durch die Birken klettern“, sagte Renfordt. Sofort ging es los. Und offensichtlich war es gar nicht so leicht, durch die Bäume zu klettern und dabei auch noch das Gleichgewicht zu halten.

So ging es von Station zu Station. Am richtigen Platz im Wald angekommen, konnten die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Mit dem mitgebrachten Wasser wurden beispielsweise Suppen aus Erde, mit einer Prise abgefallenem Laub und garniert mit einem Stück morschen Holz kredenzt.

„Das ist das Schöne an unserer Arbeit. Die Kinder entwickeln und fördern ihre Fantasie im freien Spiel“, erklärte Renfordt derweil den Eltern und Familienangehörigen.

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