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Waldbrandgefahr: Die Zeichen stehen auf Rot. Knallrot.

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Vorsicht: Rauchen im Wald kann verheerende Auswirkungen haben.
Vorsicht: Rauchen im Wald kann verheerende Auswirkungen haben. © Baucke, Nina

Die Zeichen stehen auf Rot. Knallrot. Sowohl der Waldbrandgefahrenindex als auch der Graslandfeuerindex haben die Stufe 4 (von 5) erreicht. 70 Prozent der Gemeindefläche in Nachrodt-Wiblingwerde ist Waldgebiet, umso besorgter sind die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Kontrollfahrten durch den Wald gibt es zwar nicht, aber dringende Appelle von Wehrleiter Mark Wille.

Nachrodt-Wiblingwerde – Denn nicht nur die bekannten Dinge, „keine Zigaretten auf den Boden werfen, kein Lagerfeuer machen, kein Grillfest im Wald veranstalten“ sind jetzt von größter Wichtigkeit, sondern auch weitere Vorsichtsmaßnahmen, an die viele Menschen vielleicht nicht sofort denken. So sollte auf keinen Fall auf Wiesen geparkt werden, auch nicht den Wagen im Schatten am Waldrand abstellen, zum Beispiel an den Windrädern, um dann spazieren zu gehen. „Und auch zu Hause im eigenen Umfeld aufpassen und zum Beispiel auf keinen Fall mit dem Gasbrenner das Unkraut vernichten wollen“, sagt Wehrleiter Mark Wille.

Waldbrand-Rucksäcke

Auf den Feuerwehr-Fahrzeugen gibt es Waldbrandausrüstungen, zum Beispiel das Multifunktionswerkzeug Gorgui. Auch gibt es Lösch-Rücksäcke mit 20 Liter Wasser und Pumpe, die sich die Einsatzkräfte auf den Rücken schnallen können. „Wir haben auch unsere Bauern, die wir anrufen können und die uns mit Gülle-Fässern Wasser bringen. Und wir haben Sigi Müller und Peter Homann, die Behälter für Wasser haben, die mit Schleppern transportiert werden. Damit haben wir jetzt auch schon mal geübt. Und natürlich helfen sich alle Feuerwehren gegenseitig“, sagt Mark Wille. Mit der aktuellen Hitzeperiode sei die Gefahr eines Waldbrandes riesengroß, die Sorge entsprechend. Zuhauf gibt es auch außerhalb der Wälder staubtrockene Flächen, braune Wiesen.

Es reicht ein Funke

Die Waldbrandgefahr ist auch großes Thema beim Märkischen Kreis. „Immer häufiger rücken Rettungsdienst und Feuerwehr zu Bränden in Wäldern aus. Aufgrund der klimatischen Bedingungen, den Dürren und dem Totholz in den Wäldern reicht ein kleiner Funke, um einen Brand auszulösen“, sagt auch die Kreisverwaltung und bittet die Bürger folgenden Punkte zu beachten:

. Nicht im Wald oder um Waldgebiete herum Grillen oder ein offenes Feuer legen

. Keine Zigaretten wegwerfen

. Keinen Müll, Flaschen oder Plastikflaschen im Wald liegen lassen

. Nicht auf Grasflächen parken

. Zufahrtswege für den Rettungsdienst und die Feuerwehr freihalten

. Bei Rauch oder Feuer im Wald umgehend die 112 wählen und den Einsatzort beschreiben. s

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