SPD setzt auf Lebensqualität

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins trafen sich am Montagabend zum Wahlkampfauftakt in der Gaststätte Zur Rastatt. Ihr Wahlprogramm lag dabei druckfrisch auf den Tischen. Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - „Zusammenstehen. Gutes bewahren“, lautet der Wahlkampfslogan der Nachrodt-Wiblingwerder SPD. Mit dem S im Parteinamen wollen sich die Sozialdemokraten bei der Kommunalwahl am 25. Mai von den Programmen der Mitbewerber um Ratsmandate abheben. Das betonte Parteivorsitzende Susanne Jakoby beim Wahlkampfauftakt am Montag in der Rastatt.

Das Wahlkampfmaterial war gerade erst aus der Druckerei geliefert worden. Im handlichen Format präsentieren die Nachrodt-Wiblingwerder SPD rund um ein Gruppenfoto ihr Programm. „Wir stehen für Kontinuität, setzen uns für Lebensqualität in der Gemeinde ein und stehen zu unseren Institutionen“, brachte Susanne Jakoby das sechs Kernthemen umfassende Programm auf den Punkt.

In der kommenden Woche werden Programm und Kandidaten-Flyer per Tagespost an alle Haushalte verteilt. Dann beginnt die heiße Wahlkampfphase mit Ständen und einem für alle Bürger offenen Infonachmittag bei der Arbeiterwohlfahrt am Montag, 12. Mai, zu dem auch „Änne aus Dröpplingsen“ mit ihrem Comedy-Programm kommt.

Lustig wird’s auch schon am Donnerstag, 8. Mai, beim Frauen-Kabarett-Abend mit Kathrin Heinrichs, für den die SPD noch wenige Restkarten anbieten kann. Bei dieser Gelegenheit wird natürlich auch um hohe Wahlbeteiligung geworben, denn schließlich geht es am 25. Mai nicht nur um die Sitze im Gemeinderat, sondern auch Kreistagskandidatin Angelika Machelett und Landratskandidat Lutz Vormann streben Ämter an.

Lutz Vormann und Europa-Parlament-Kandidatin Birgit Sippel bekamen am Montag in der Rastatt Gelegenheit zur Vorstellung ihrer Ziele. Lutz Vormanns Mammut-Ziel ist der kostenlose Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Märkischen Kreis, der auch den Einsatz von Nachtbussen in Richtung Ruhrgebiet umfassen soll. In puncto Bildung will sich der SPD-Landratskandidat aus Altena für einen verbesserten Dialog zwischen Schulen und Ausbildungsbetrieben einsetzen und auch die Möglichkeiten für Ausbildung in Teilzeit vorantreiben. Die Kreisverwaltung will der Sozialdemokrat familienfreundlich gestalten. Christian Pohlmann, eines der vier neuen SPD-Mitglieder, die dem Nachrodt-Wiblingwerder Orstverein im vergangenen halben Jahr beigetreten sind, pochte auf einen moderaten Umgang mit der Kreisumlage: „Wenn es einer kleinen Gemeinde wie uns eines Tages mal wieder finanziell besser geht, dann darf sie nicht wieder sofort geschröpft werden“, lautete seine Forderung.

Auch Europa-Kandidatin Birgit Sippel bekam aus den Reihen der 26 Gäste Denkanstöße mit auf den Weg. Die örtlichen Sozialdemokraten machten keinen Hehl daraus, dass die öffentliche Wahrnehmung für die Beschlüsse der Kommission nicht die beste sei. Angefangen beim uneinheitlichen Steuerinformationsdienst bis hin zur viel diskutierten energiesparenden Kaffeemaschine. Auch die Einführung von Sepa und Lücken im Datenschutz hatten für Unmut gesorgt. Birgit Sippel nahm zu allen Kritikpunkten Stellung, insbesondere auch zur größten Sorge der örtlichen Basis, dem Ukraine-Konflikt. Zu diesem Thema räumte Birgit Sippel ein, dass der Dialog mit Russland ein großes Versäumnis der Vergangenheit gewesen sei. Im Falle einer Zuspitzung spricht sich Sippel zuerst für Wirtschaftssanktionen statt Panzereinsatz aus. „Wir müssen jetzt erst einmal ein paar Schritte zurückgehen, um zu sehen, wohin die Ukraine möchte. Bestimmen können wir über dieses Volk nicht“, betonte die Arnsbergerin. - Ina Hornemann 

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