Wahlbezirke neu sortiert: Das müssen Wähler wissen

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Bei der Kommunalwahl ändert sich etwas für manche Nachrodter und Wiblingwerder.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die Wahlbezirke stehen. Sie mussten von der Gemeinde nochmal komplett überarbeitet werden. Für einige Wähler ändert sich was.

Noch 211 Tage: Dann wird im Rahmen der Kommunalwahl auch in Nachrodt-Wiblingwerde ein neuer Gemeinderat gewählt. Die SPD stellt bereits am kommenden Montag, 17. Februar, ihre Kandidaten für die einzelnen Wahlbezirke vor. Die CDU möchte erst einmal Karneval ins Land gehen lassen, wie Klaus-Dieter Jacobsen sagt. „Wir möchten es außerdem hinkriegen, dass wir in jedem Wahlbezirk einen Kandidaten haben, der dort auch wohnt“, sagt der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes. 

Ähnliches gilt für die UWG: „Wir haben noch keinen Termin, haben aber schon mit allen gesprochen und sind positiv gestimmt, dass wir in jedem Wahlbezirk gut aufgestellt sein werden“, sagt die UWG-Vorsitzende Sonja Hammerschmidt. 

Die FDP hält sich aktuell noch sehr zurück. Bisher steht noch nicht fest, ob der neu gegründete Ortsverband der Liberalen bei der Kommunalwahl antritt. 

"Straßen hin- und hergeschoben"

Bei den Kommunalwahlen 2020 kommt erstmals der vom NRW-Verfassungsgerichtshof verlangte Neuzuschnitt der Wahlbezirke zum Tragen. Damit jede Stimme gleich viel Gewicht hat, müssen die Wahlbezirke so zugeschnitten sein, dass sie annähernd gleich groß sind. 

Der Gerichtshof urteilte, dass die Größe der Wahlbezirke von der durchschnittlichen Einwohnerzahl je Bezirk nicht mehr – wie bisher – um maximal 25 Prozent nach oben oder unten abweichen. Die neue Toleranzgrenze legte der Gerichtshof bei 15 Prozent fest. 

In Nachrodt-Wiblingwerde bleibt es bei elf Wahlbezirke, auch, wenn „einige Straßen hin- und hergeschoben werden mussten“. Die Mitglieder des Wahlausschusses, die aufgrund des Gerichtsurteils noch einmal tagen mussten, beschlossen die neue Einteilung einstimmig. 

Grenze knapp erreicht

Fakt ist: Man wird jetzt allen Anforderungen gerecht. Fakt ist aber auch: Einige Bürger werden sich umstellen müssen, werden nicht mehr in ihrem angestammten Wahllokal ihre Stimme abgeben können. 

Insgesamt gibt es 5167 Wahlberechtigte, die am 13. September ihre Stimmen abgeben können. Im Durchschnitt sind 470 Wähler in den einzelnen Bezirken. Die Höchstgrenze liegt aufgrund der Prozentregelung bei 540 Wählern, die Untergrenze bei 399 Wählern. Und es sind exakt 399 Wahlberechtigte, die im Stimmbezirk 3 zu den Urnen gehen können.

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